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VW Cross Coupé Studie: Zusammenführung zweier Welten

2 Dezember 2011 Ein Kommentar Martina Reuter

Volkswagen lässt das Jahr 2011 mit einer beeindruckenden neuen Studie im SUV-Segment ausklingen. Das VW Cross Coupé kombiniert die Eigenschaften zweier Fahrzeugtypen miteinander: Die Allroadqualitäten eines SUVs treffen auf die Dynamik eines viertürigen Coupés. Ergebnis ist ein kompaktes SUV mit sehr sportlichem Verschnitt. Volkswagen gibt auf diese Weise eine Antwort auf den erfolgreichen BMW X6, der im SUV-Segment den Trend zu coupéartiger Form prägte.

VW Cross Coupé Studie

Cross Coupé: Neue Volkswagen-Studie feiert Weltpremiere auf der Tokyo Motor Show 2011

Zum einen schafft das Cross Coupé einen Eindruck von zukünftigem Design und neuer Formensprache der Wolfsburger, zum anderen setzt VW mit einem innovativen Allrad- und Plug-In-Hybrid-Antrieb neue Maßstäbe und unterstreichen den weltweiten Trend zu Hybridfahrzeugen. Ein 110-kW-Direkteinspritz-Turbo-Benziner (TSI) und gleich zwei Elektromotoren (hinten 85 kW und vorne 40 kW) setzen das SUV in Bewegung. Die Gesamtleistung des Systems aus Motor und Batterie beträgt 195 kW. Spannend und neu ist, dass der hintere E-Motor den Allradmodus antreibt und eine konventionelle physische Kraftübertragung mittels Kardanwelle nicht mehr stattfindet. Ebenfalls in dieser Form nie da gewesen ist die tiefe Position der Lithium-Ionen-Batterie, die sich im Mitteltunnel befindet, in dem aufgrund der hier entfallenden Kardanwelle eine Menge Platz ist. Folge sind ein niedriger Fahrzeugschwerpunkt und eine ausgewogene Verteilung der Achslast. Die Lithium-Ionen-Batterie (9,8 kWh) versorgt die beiden E-Motoren bei rein elektrischem Fahren mit Strom. Volkswagen verspricht eine kraftstoff- und emissionsfreie Reichweite von bis zu 45 Kilometern.

Volkswagen Studie Cross Coupé

Das VW Cross Coupé kann sich auch von hinten sehen lassen

Nachhaltigkeit und Power

Das Aufladen der Batterie ist über eine elektrische Stromquelle mit einem 230-Volt-Anschluss möglich. Ebenfalls können TSI-Motor und Bremsenergierückgewinnung während der Fahrt für neuen Strom sorgen. Letzteres kann der Fahrer selbst ganz leicht per Knopfdruck steuern und somit selbst bestimmen, wann er emissionsfrei fahren möchte. Volkswagen arbeitet in Sachen Ökonomie mit Weitblick und im Hinblick auf das mögliche Ausweiten von Umweltzonen.

Neben der emissionsfreien Fahrweise kann sich aber auch der Verbrauch des TSI-Motors sehen lassen. Der Kraftstoffverbrauch soll unter Einberechnung des elektrischen Betriebs nur 2,7 Liter auf 100 Kilometer betragen. Die CO2-Emission ist mit nur 62 g/km sehenswert ökonomisch. Mit dem 55-Liter-Tank ergibt sich eine Reichweite von bis zu 855 Kilometern exklusive des Elektroantriebs. Bei aller Nachhaltigkeit verspricht VW dennoch eine sportliche Beschleunigung von 0 auf 100 in nur sieben Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von 210 km/h. Bei rein elektrischem Antrieb ist immerhin noch eine Höchstgeschwindigkeit von  120 km/h möglich.

Der Fahrer kann zwischen drei verschiedenen Fahrmodi wählen: Sport, Offroad (mit dauerhaftem Allradbetrieb) und City (ECO-Modus mit minimalem Verbrauch).

Das neue VW Cross Coupé

Sportlich, dynamisch, ökonomisch - Volkswagen Studie Cross Coupé

Baukastentechnik kommt zum Einsatz

Die Basis für das Cross Coupé bildet der neue, modulare Querbaukasten (MQB) von VW (nutzt auch der neue Golf 7, der 2012 erscheint). Mit 4,34 Meter Länge ist das SUV zwischen Golf und Tiguan anzusiedeln. Das Fahrzeug ist kompakte 1,86 Meter breit und 1,52 Meter hoch. Der Radstand ist mit 2,43 Metern sehr groß und hat kurze Karosserieüberhänge von nur 85,5 Zentimetern (vorne) und 86 Zentimetern (hinten) zur Folge. Die lange Motorhaube, der flache Dachaufbau und die schräg stehende Heckscheibe unterstützen den Coupé-Charakter. Das Coupé-Design verhilft dem neuen SUV zu einer sehenswerten Aerodynamik mit einem Cw-Wert von 0,329. Vom typischen Geländewagen hat das Cross Coupé im Wesentlichen die offroadtaugliche Bodenfreiheit übernommen.

Volkswagen präsentiert seine Studie erstmals auf der Tokyo Motor Show 2011. Dort kann jeder das neue SUV zwischen dem 03. und 11. Dezember begutachten. Verkaufsstart ist voraussichtlich 2014.

MINI Paceman

SUVs mit Crossover-Optik liegen im Trend - Der neue MINI Paceman

Konkurrenz schläft nicht

Neben dem Cross Coupé stehen aber auch andere coupéartige SUVs in den Startlöchern, das Feld der Crossover-Optik nimmt weitläufige Formen an. Mercedes bringt mit dem MLC ab 2014 einen direkten Konkurrenten des BMW X6. Rund 115.000 Euro soll der Mercedes MLC voraussichtlich kosten. BMW Tochter-Mini fährt bereits Ende 2012 den Zweisitzer Mini Paceman vor, ein sehr flaches SUV mit einer Länge von 4,11 Metern. Motoren mit einer Leistung von 90 PS bis zu 211 PS sind zu erwarten. Zudem kann zwischen Front- und Allradantrieb gewählt werden. Weitere Modelle in Cross-Over Optik, die bereits 2012 auf den Markt kommen, sind: Mazda CX-5, Hyundai ix45, Volvo 40 XC und VW Passat Alltrack. BMW lässt sich noch bis 2014 für ein neues Modell Zeit und schickt nach dem erfolgreichen BMW X6 den BMW X4 als nächsten Kandidaten ins Rennen. Der BMW X4 (Länge: 4,67 Meter) wird auf Basis des X3 mit in einem coupéartigen Design gebaut.

 

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Ein Kommentar »

  • Karsten sagte:

    Oha, die Rückseite ist aber gewöhnungsbedürftig, ab C-Säule rückwärts wird es irgendwie eigenartig. Hoffentlich ist das kein Ausblick auf den Golf 7?!

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