Home » Elektroautos, Neuwagen Themen

Nissan Leaf: Ein echtes Gewinner-Elektroauto kommt 2012 nach Deutschland

14 Dezember 2011 4 Kommentare Martina Reuter

Verbrauch und CO2-Emission sind 2 der wichtigsten Themen beim Autokauf. Das hat der Hersteller Nissan sich ganz besonders zu Herzen genommen. Mit dem Nissan Leaf soll im Februar 2012 ein Zero-Emission-Fahrzeug auf den europäischen Markt kommen und auch in Deutschland – zunächst bei 18 ausgewählten Händlern – erhältlich sein.

Nissan Leaf

Der Nissan Leaf: Kann das Elektroauto bei den Deutschen landen?

20.000 Verkäufe weltweit und drei Auszeichnungen in diesem Jahr haben gezeigt, dass der Nissan Leaf nicht einfach nur ein Elektroauto von vielen ist. Der Leaf erhielt die Auszeichnungen Auto des Jahres in Europa und World Car of the Year. Darüber hinaus wurde das familientaugliche Elektrofahrzeug kürzlich auch zum Car of the Year Japan 2011/2012 gewählt und auf der Tokyo Motor Show geehrt. Erstmalig seit 31 Jahren darf somit ein Elektroauto diesen Titel führen. Nicht zu vergessen ist außerdem die Bewertung im Euro NCAP Test, bei dem der Nissan Leaf als erstes Elektroauto die Höchstwertung von 5 Sternen erreichte. Das alles sollte Rechtfertigung genug für eine Produktion in großer Stückzahl sein, die für Elektrofahrzeuge bisher einmalig ist. Einen Schönheitspreis wird der Leaf allerdings wohl nicht gewinnen…

Nissan Leaf

So funktioniert das Aufladen der Batterie an einer Aufladestation

Wie weit, wie weit willst du fahren?

Zentral bei einem Elektroauto sind natürlich die Fragen nach dem Antrieb und der maximalen Reichweite. Letztere liegt mit rund 175 Kilometern deutlich über dem Durchschnitt der meisten Elektrofahrzeuge. Zu der beeindruckenden Leistung des Nissan Leaf tragen verschiedene Faktoren bei: Ein leistungsstarker Elektromotor, eine 12-Volt-Lithium-Ionen-Batterie, das Bremsenergie-Rückgewinnungssystem sowie eine im Dachspoiler integrierte Solarzelle, die Energie für die Batterie liefert. Die Motorleistung von 80 kW (109 PS) mit einem maximalen Drehmoment von 280 Nm darf so manchem auf den ersten Blick etwas mickrig vorkommen, ist aber für ein Elektroauto schon mehr als ordentlich.

Das Aufladen der Batterie ist mit Wechselstrom (bis 3,3 kW) oder aber auch mit Gleichstrom möglich (bis 50 kW). Die erste und kostengünstigere Variante führt zu einer Aufladezeit von etwa 8 Stunden. Mit Gleichstrom ist eine Schnellladung möglich, bei der 30 Minuten ausreichen sollen, um die Batterie um 80 % zu laden. Weiterhin gibt Nissan dem Kunden für den Notfall ein Notladekabel mit einer Begrenzung des Ladestroms auf maximal 10 Ampere an die Hand.

Um Strom-Versorgungsengpässe zu vermeiden informieren neuste IT- und Telematiksysteme den Fahrer über aktuellen Energieverbrauch sowie die Entfernung zu den nächsten Ladepunkten, von denen RWE in Deutschland bereits 1.050 bereitgestellt hat.

Auf alle Elektroauto-spezifischen Komponenten des Nissan Leaf gibt es beim Hersteller statt den üblichen drei Jahren sogar fünf Jahre Garantie.

Nissan Leaf

Der Nissan Leaf in der Heckansicht

Ausstattung und Preis

Neben dem ganzen Wirbel um das emissionsfreie Fahren soll aber auch erwähnt werden, was der Leaf sonst noch so zu bieten hat. Bei der Ausstattung sticht mit Sicherheit das bordeigene IT-System heraus. Mit diesem lässt sich zum Beispiel der Ladestand der Batterie abrufen oder die Temperatur des Innenraums mittels Mobiltelefon vorprogrammieren. Im Winter nie mehr in ein eiskaltes Auto einsteigen, klingt auf jeden Fall vielversprechend. Weiterhin gehören zur Ausstattung des Nissan Leaf, u.a.:

  • Navigationssystem mit Touchscreen
  • 6 Airbags
  • Rückfahrkamera
  • ABS + Bremsassistent
  • Stabilitätsprogramm ESP
  • Klimaautomatik mit Zeitsteuerung
  • Anklappbare und beheizbare Außenspiegel
  • Zentralverriegelung, Funkfernbedienung und Intelligent Key
  • vollwertiger Kofferraum
Nissan Leaf Februar 2012

Familienauto Nissan Leaf mit vollwertigem Kofferraum

Der Nissan Leaf soll ab einem Startpreis von 36.990 Euro erhältlich sein. Der Kunde sollte bei diesem stolzen Preis einkalkulieren, dass die Kosten für Betrieb und Wartung des Elektrofahrzeugs im Durchschnitt deutlich niedriger ausfallen sollten, als bei einem herkömmlichen, mit Kraftstoff betriebenem Fahrzeug.

 

Gefällt Dir? Teile und Bookmarke:
  • Print
  • Digg
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Twitter
  • Google Bookmarks
  • FriendFeed
  • MisterWong.DE
  • Posterous
  • Reddit
  • Webnews.de
  • Wikio
  • Yigg
  • Add to favorites
  • Google Buzz
  • LinkedIn
  • MisterWong

4 Kommentare »

  • yoatmon sagte:

    Der Europa Preis von 36.990,- € ist nicht zu rechtfertigen in Anbetracht des Preises in USA von $32.500,-. Bei einem monentanen Wechselkurs €:$ von 1:1,38 dürfte der Leaf nur $32.500;- / 1,38 = 23.550,- € kosten. Soll dieser saftige Preisaufschlag dazu dienen, den Verkauf der Autos in USA durch die Europäer zu subventionieren? Oder ist eine ganz normale ABZOCKE geplant?

  • Karsten sagte:

    Der Preisunterschied USA/ Europa ist wirklich sportlich! Mir stellt sich noch die Frage, wo man über Nacht aufladen sollte, wenn man keine eigene Garage am Haus hat. Selbst viele Tiefgaragen haben ja nicht an jedem Stellplatz eine Steckdose. Die Reichweite des Leaf finde ich allerdings gut, die dürfte wirklich für die allermeisten Fahrer reichen.

  • Neueste Elektrofahrzeug Nachrichten - Elektroauto sagte:

    […] nur ein Elektroauto von vielen ist. Der Leaf erhielt die Auszeichnungen … Read more on Der Neuwagen Blog (Blog) PLISTA.items.push({"objectid":412,"title":"Neueste Elektrofahrzeug […]

  • Tommy E sagte:

    klang damals schon intressant, dennoch stehe ich auch heute noch der Elekromobilität insbesondere im Alltag sehr zwiegespalten gegenüber. Einerseits weg von den Fossilenbrennstoffen, stark reduzierte Emissionen (Zumindes während der Nutzungsphase) und beeindruckender Drehmomentverlauf der Freude macht.
    Andererseits, bezweifle ich das unser aktuelles Stromnetz eine schnellen Anstieg von E-Autos gewachsen wäre und erst recht nicht den Emisionsfreundlichen Ökostrom liefern könnte um die Co2 Bilanz des “Stromers” zu begünstigen. Weiter sind die Emissionen bei der Fertigung der Fahrzeuge, besonders des Akkus, ein vielfaches höher als bei einem Verbrenner. Es zwingt sich auch die Frage auf: kann ein Akku so zyklusfest sein, dass er nicht einmal oder mehrmals während eines E-Autolebens getauscht werden müsste und damit die Emisionsbilanz des Elektrofahrzeugs nocht zusätzlich ungut beeinflusst?

Meinungen, Diskussionen, Kommentare

Hinterlassen sie ein Kommentar oder einen Trackback von Ihrer Seite. Sie können auch die Kommentare über RSS abonieren.

Bitte beziehen sie sich aufs Thema und posten Sie keinen Spam.

Sie können diese Tags verwenden:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Dieser Blog unterstützt Gravatar. Einen eigenen Gravatar erstellen bei Gravatar.com.