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Modularer Querbaukasten (MQB) für Volkswagen, Audi, Skoda und Seat

2 Februar 2012 2 Kommentare Fabian Thomas

Wir haben ihn schon oft erwähnt, allerdings noch nicht richtig beschrieben. Er soll Kosten senken und die Produktion variabler machen. Um wen geht’s? Richtig, um den modularen Querbaukasten von Volkswagen. Dieser wird ab dem Audi A3, der noch 2012 erscheint, für die Marken Volkswagen, Audi, Skoda und Seat genutzt. Doch was steht genau hinter dem modularen Querbaukasten? Das wollen wir nun so einfach wie möglich erklären..

Der neue modulare Querbaukasten von VolkswagenKosten senken mit dem MQB

Ganz einfach ausgedrückt: Bei dem modularen Querbaukasten geht es um vorn quer eingebaute Motoren, also im Hinblick auf die Konstruktion und Produktion ein Wendepunkt der Automobilbranche, so kündigt es zumindest Volkswagen an. Zum modularen Querbaukasten gehört eine flexible Modellarchitektur, das heißt: Abmessungen wie Radstände, Spurbreiten, Rädergröße und Sitzposition können konzernintern abgestimmt werden und sind zukünftig variabel. Nicht variabel ist zum Beispiel Abstand der Pedalerie zur Radmitte, und das ermöglicht wiederum eine einheitliche Vorderwagensystematik. Dadurch ermöglicht man bei Volkswagen eine gemeinsame Produktion verschiedenster Modelle der einzelnen Marken. Somit können die Kosten selbstverständlich massiv gesenkt werden.

Hervorstechendes Merkmal: Die Motoren

Natürlich spielen die Motoren eine wichtige Rolle, auch dafür gibt es Bezeichnungen. Hier werden die Strategien modularer Ottomotorbaukasten (MOB) und modularer Dieselmotorbaukasten (MDB) eingesetzt. Das wollen wir konkretisieren, denn MOB umfasst neue Motoren mit der Leistung von 40 kW (60 PS) bis 110 kW (150 PS) und die Diesel-Strategie MDB ist es die neu entwickelte Motorenreihe mit einem Leistungsspektrum von 66 kW (90 PS) bis 140 kW (190 PS). Ebenso finden die alternativen Antriebe wie Erdgas-, Hybrid und Elektro Platz beim modularen Querbaukasten.

Verbrauch und Gewicht senken – Sicherheitssysteme einführen

Doch nicht nur die Kosten sinken, sondern auch Gewicht und somit auch der Verbrauch. Durch die Gewichts- und Verbrauchssenkung möchte man bei VW einen Beitrag zum Umweltschutz leisten. So kann man wohl mit einem deutlich verbrauchsärmeren VW Golf 7 rechnen. Doch man reduziert nicht nur, sondern entwickelt weiter und führt beispielsweise neue Sicherheitssysteme ein. Dazu zählt zum Beispiel die Multikollisionsbremse, die zuletzt beim gelben Engel 2012 ausgezeichnet wurde. Dieses System wird beim neuen Audi A3 und Golf 7 serienmäßig an Bord sein. Kurz gesagt, bei Volumenmodellen werden ab sofort auch Technologien der Oberklasse möglich, und das dank dem modularen Querbaukasten (MQB).

Bei Volkswagen nutzt man den modularen Querbaukasten (MQB) im Übrigen für folgende Modelle: Polo, Beetle, Golf, Scirocco, Jetta, Tiguan, Touran, Sharan, Passat und CC.Der neue modulare Querbaukasten von Volkswagen mit Motoren

Auf den Punkt: Variabel und identische Technologie = Kostensenkung

Wir fassen zusammen, einige Elemente des modularen Querbaukastens sind variabel, darunter Abmessungen wie Radstände, Spurbreiten, Rädergröße und Sitzposition. Das bedeutet, verschiedene Modelle aus verschiedenen Fahrzeugklassen und von den einzelnen Marken können individuell angepasst werden. Darüber hinaus sind einige Bereiche immer identisch und somit ist eine einheitliche Produktion für alle Modelle möglich. Immer identisch ist zum Beispiel der Abstand der Pedalerie zur Radmitte. Außerdem immer einheitlich ist der Einbau des Motors, das ermöglicht die Entwicklung von Benzin- sowie Dieselmotoren, die für den kompletten Konzern gelten.

Zu dem gibt es mehr Platz im Innenraum sowie eine erhöhte Sicherheit, eine Gewichtsreduzierung und verbrauchsärmere Motoren. Darüber hinaus darf man sich über viele neue Komfort- und Assistenzsysteme freuen. Eins habe ich schon genannt, und zwar die Multifunktionsbremse. Doch es werden auch eine kamerabasierte Verkehrszeichenerkennung, die Müdigkeitserkennung sowie eine automatische Distanzkontrolle ACC, das Spurhaltesystem Lane Assist, das Umfeldbeobachtungssystem Front Assist und viele weitere Systeme eingeführt.

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