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Seifenkistenprojekt (Teil 1): Projektvorstellung und Streckenbesichtigung

22 Juni 2012 Ein Kommentar Philipp Stolz

Einführung, oder die berechtigte Frage: Worum geht es hier überhaupt?

In den letzten Tagen fand der Auftakt zu dem von MeinAuto.de in Kooperation mit der Haus Rupprechtstraße gGmbH durchgeführten Seifenkistenprojekt statt. Grundidee: Wir sponsern Baumaterial für eine Seifenkiste und bauen diese gemeinsam mit der Haus Rupprechtstraße gGmbH über einen Zeitraum von etwa zehn Wochen zusammen. Verläuft alles nach Plan, so soll mit der fertigen Seifenkiste Anfang September der Sieg beim 8. Smidt-Seifenkistencup in Leverkusen-Edelrath eingefahren werden.

Der Ortseingang von Leverkusen-Edelrath, wo der Seifenkistencup am 8.9.2012 stattfinden wird

Ich bin übrigens Philipp, der Projektreporter und neue Volontär aus der Unternehmenskommunikation von MeinAuto.de. Ich werde in den kommenden zweieinhalb Monaten sowohl an unserer Seifenkiste mit bauen als auch die wöchentliche Berichterstattung über den Baufortschritt und unsere Rennvorbereitungen im Neuwagen Blog übernehmen.

Jedes Projekt ist nur so gut wie sein Plan…

… und da wird auch dieses keine Ausnahme sein. Wir haben uns vor dem Hintergrund der ab heute knapp elf Wochen betragenden Vorbereitungs- und Bauzeit für die folgenden Projektphasen entschieden. Diese sollen im Idealfall ab Baubeginn jeweils in etwa eine Woche Zeit in Anspruch nehmen, damit „nach hinten raus“ noch genug Zeit für Verbesserungen bleibt:

  • Die erste Rennstreckenbesichtigung (siehe unten), Bau- und Materialplanung, Vergabe der Team-Teilverantwortlichkeiten
  • Bauphase I: Das Fahrwerk
  • Bauphase II: Die Karosserie
  • Falls organisatorisch machbar: Windkanal-Aerodynamik-Test (!) mit Partner Toyota (Ja, liebe Leser, das haben wir wirklich vor!)
  • Bauphase III: Styling & Tuning
  • Testfahrt & TÜV-Abnahme (Ja, Letzteres gibt es auch bei Seifenkisten!)
  • FINALE am 8. September 2012: Das Rennen

Natürlich kann und wird es wahrscheinlich hier und da kleinere Änderungen im zeitlichen Ablauf geben- that´s life- aber wenn wir uns grob an diesen Plan halten, so hat Euer Teamreporter (ich!) jede Woche etwas Interessantes zu schreiben, und dann werden auch wir pünktlich Anfang September mit unserer Seifenkiste im Leverkusener Hochgebirge am Start stehen.

Gemeinsam sind wir stark: Kurzvorstellung unseres Projektpartners

MeinAuto.de wird Euch, liebe Neuwagen Blog-Leser, aller Wahrscheinlichkeit nach bereits ein Begriff sein, weshalb ich an dieser Stelle auf detaillierte „Selbstbeschreibungen“ verzichte. Mindestens genauso wichtig ist aber unser Projektpartner, die „Haus Rupprechtstraße gGmbH“. Es gäbe sicherlich an dieser Stelle noch viel mehr über sie zu sagen, aber ich wähle hier aus Umfangsgründen dieser Reportage die Kurzversion: Die „Haus Rupprechtstraße gGmbH“ (http://www.haus-rupprechtstrasse.de/) ist eine soziale Wohneinrichtung, die aus der Haft entlassenen Erwachsenen ab dem 21. Lebensjahr bei der Rückkehr in ein geregeltes Leben hilft und derzeit insgesamt 27 Bewohner hat, die dort betreut und gefördert werden. Ein Bestandteil des Hauses ist die so genannte „Werkstattgruppe“, welche aktuell aus sechs jungen Männern besteht, die zusammen mit uns und Werkstattleiter Christoph Kunow das gesamte Projekt realisieren wollen.

Hier noch mal die Vorstellung des gesamten Rennteams auf einen Blick:

  • Fahrer: Kevin
  • Planung, Bau und Konstruktion der Seifenkiste: Tedd, Christian, Christoph, Markus, Philipp
  • Team-Reporter: Philipp Stolz
  • Team-Manager & Werkstattleiter: Christoph Kunow
  • Medienarbeit und Pressesprecher: Andreas Partz

Meine Teammitglieder: Christoph, Tedd, Kevin und Christian

Wie kam es zu dieser Kooperation? (Das erste Kennenlernen)

Wie so viele Dinge entstammt auch dieses Projekt dem guten alten „Kölschen Klüngel“: Mein Kollege und MeinAuto.de-Pressesprecher Andreas Partz hatte die Idee zu einer solchen Kooperation, und alsbald fiel ihm aufgrund seiner persönlichen guten Bekanntschaft mit dem Werkstattleiter das Haus Rupprechtstraße, von seinen Bewohnern übrigens liebevoll „Ruppi“ genannt, als möglicher Partner ein. Man klärte im Vorfeld erste Eckdaten, und schließlich trafen wir uns am vorletzten Freitag (15.6.) mit der Werkstatt-Crew zu einem ersten Kennenlernen: Nach einer für den Sommer 2012 offenbar typischen Regendusche erreichten wir mit unseren Fahrrädern (Auch wir „Autoleute“ fahren ab und an Fahrrad!) die Rupprechtstraße im malerischen Köln-Sülz. Ich selbst war natürlich entsprechend gespannt, da ich nun meine Teamkollegen für die kommenden zweieinhalb Monate kennenlernen sollte. Wir wurden von Werkstattleiter Kunow sehr herzlich empfangen, er erklärte uns Grundlegendes zur „Ruppi“ und zeigte uns die (bestens ausgestattete) Werkstatt, in der unser Rennbolide bald Wirklichkeit werden soll. Tja, und was soll ich sagen- das anschließende Kennenlernen meiner Teamkollegen verlief bei einer Tasse Kaffee am selbst gebauten Konferenztisch ebenfalls sehr entspannt. Wir lernten in geselliger Runde die Hausbewohner und Mitglieder der Werkstattgruppe Tedd, Christian, Christoph, Markus und den bereits als Fahrer eingeplanten Kevin kennen. Andreas stellte zunächst vor, was wir bei MeinAuto.de machen, wie wir auf die „Ruppi“ als Partner gekommen waren und wie wir uns das Projekt vom Ablauf her vorstellen. Schnell war allen Anwesenden klar, dass es um eine wirkliche (organisatorische, logistische und sportliche) Herausforderung geht, das Ganze mit den beiderseits vorhandenen Mitteln aber durchaus möglich ist. Als gemeinsamen Arbeitstag für das gesamte Team legten wir den Dienstagvormittag fest, in dessen Anschluss ich von nun an möglichst schnell über das Geschehene berichten werde. Daher folgt auch schon der erste Bericht von der heute durchgeführten Streckenbesichtigung…

„Temperatur aufnehmen“- aber bitte mit Helm!

Zuversicht vor der ersten Testfahrt

Unser Rennteam traf sich am Dienstag  unter dem Motto „Temperatur aufnehmen“ (Zitat C. Kunow) für eine erste Besichtigung und Befahrung der Leverkusener Rennstrecke. Da außer Herrn Kunow niemand von uns über Vorerfahrungen im Seifenkistensport verfügt, ging es für uns Übrige darum zu erfahren, dass derartige Rennen keine reine Spaßveranstaltung sind, sondern dass die Rennstrecken es durchaus in sich haben (Spitzengeschwindigkeiten bis 70 km/h) und eine solche Kiste deshalb gewissenhaft konstruiert werden muss. Wenn man nicht aufpasst, kann es leicht zu Szenen wie dieser kommen:

Nachdem wir uns morgens um 9:00 Uhr in der „Ruppi“ getroffen und den Teambus mit drei Mountainbikes beladen hatten, erreichten wir nach einer gut halbstündigen Anreise, inklusive des obligatorischen kurzen Staus auf der A3 am Kreuz Leverkusen, mit unseren Testfahrzeugen das obere Ende der Rennstrecke in Leverkusen-Edelrath. Bis auf Markus und Fahrer Kevin, die leider verhindert waren, hatten wir übrigens alle Mann am Start. Nach einer brüderlich unter Teamkollegen geteilten Zigarette entluden wir das Teamfahrzeug, einen sehr geräumigen Ford Transit. Vorgabe war es zunächst, die Strecke in gemäßigtem Tempo hinunter zu fahren, um so ein erstes Gefühl für das Gefälle und die später auch im Rennen zu absolvierenden Kurven zu bekommen. Nach einer kurzen Diskussion über den Sinn und die Optik von Fahrradhelmen stürzten sich unsere drei Testfahrer Tedd, Christoph und Christian ins Tal und brachen bereits auf dieser ersten „gemäßigten“ Abfahrt sämtliche Geschwindigkeitsrekorde. Ich selbst saß im hinterherfahrenden Teambus und konnte dort gut erkennen, dass der Tacho schon auf dieser ersten Abfahrt mehr als 60 km/h anzeigte. Kurzum: Unsere drei Testfahrer waren im wahrsten Sinne des Wortes nicht mehr zu bremsen, und daher wiederholten wir diese Abfahrt noch einige Male. Am Ende ergaben sich sogar bereits teamintern erste Diskussionspunkte, wie man welche Kurve anfahren müsse und wo sich eventuelle „Stolpersteine“ für eine Seifenkiste befinden könnten.

Fazit zum Projektstart

Wir wissen jetzt, dass es- obwohl natürlich „der Weg dahin“ und der Spaß im Vordergrund stehen sollen- bei einem Seifenkistenrennen durchaus flott zugeht, es sich definitiv auf mehreren Gebieten um eine Herausforderung handelt, und dass der Bau des eigenen Vehikels deshalb eine in jeder Hinsicht nicht zu unterschätzende Aufgabe darstellt.

Meine Teamkollegen an der Rennstrecke

Bald gibt es an dieser Stelle wieder News von unserem Rennteam- hoffentlich bereits aus der Werkstatt. Es bleibt auf jeden Fall spannend…

Euer Teamreporter

Philipp


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