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Der neue Fiat 500L – nach italienischem Rezept

5 Juli 2012 4 Kommentare Martina Reuter

Fiat präsentiert dieser Tage erneut einen Ableger des Fiat 500. Die Markteinführung des neuen Modells ist in Deutschland auf Oktober 2012 terminiert. Anders als bei der Cabrio-Variante 500C und den sportlichen Abarth-Varianten sind beim neuen Fiat 500L die klassischen Proportionen der kultigen italienischen Knutschkugel nicht wiederzuerkennen. Der 500L darf zwar den Namen des Kult-Kleinstwagen tragen, allzu viele Gemeinsamkeiten haben die beiden Modelle jedoch nicht. Der neue Fiat 500L entpuppt sich vielmehr als eine gelungene Mischung aus verschiedenen Fahrzeugkategorien und lässt sich im Endeffekt als kompakter Minivan beschreiben.

Der neue Fiat 500L

Der neue Fiat 500L

Während dem Fiat 500 die Plattform des alten Panda als Grundlage dient, basiert der neue 500L auf einem vergrößerten Unterbau des Fiat Punto. Der Fiat 500L ist 4,14 Meter lang, 1,78 Meter breit und 1,66 Meter hoch. Die neuen Proportionen der im Vergleich zum Punto um sieben Zentimeter verlängerten Karosserie garantieren insbesondere eins: ausreichend Kapazität im Innenraum. Im neuen 500L finden bis zu fünf Passagiere Platz. Steht statt eines Ausflugs eine Transportaufgabe an, so kann die gesamte Rückbank dank der „Fold&Tumble„-Funktion versenkt werden. Auf diese Weise ergibt sich eine völlig ebene Ladefläche. Der Kofferraum bei aufgestellter Rückbank fasst übrigens 400 Liter und ist mit dem dreistufigen Cargosystem  „Magic Space“ ausgestattet, das den getrennten Transport von Gegenständen ermöglicht. Auf diese Weise lassen sich z.B. schwere von empfindlichen oder saubere von schmutzigen Transportgütern fernhalten. Auch dem Befördern von bis zu 2,40 Meter langen Gegenständen soll bei umgeklapptem Beifahrersitz nichts mehr im Wege stehen.

Name mit drei Dimensionen

Nun haben wir also im Ansatz geklärt, warum das neue Modell von Fiat den Zusatz „L“ trägt. Das L steht nach Angaben von Fiat für „Large“ und beschreibt das gute Raumangebot des neuen Fiat 500L. Die Wahl der Bezeichnung hat aber noch weitere Gründe. Und damit wären wir nochmal beim Innenraum. Dieser soll nicht nur mit seinen großzügigen Maßen, sondern auch wegen seiner optischen Gestaltung – im ferneren Sinne – an einen Wohnraum erinnern und zum Verweilen einladen. Das „L“ bedeutet in diesem Fall „Loft„. Beim Design des Interieurs greift der italienische Hersteller Stilelemente des kultigen Fiat 500 auf. An Bord des 500L sorgt eine neue Premium-Audioanlage für die musikalische Unterhaltung. Große Seitenfenster und ein Glasdach, das als elektrisches Schiebedach oder als Skydome-Variante eingebaut werden kann, gewährleisten angenehmes Licht im Innenraum. Licht ist auch das Stichwort, um die letzte der drei Dimensionen zu klären, welche die Namensgebung des neuen Fiat-Modells beeinflussen. Neben „Large“ und „Loft“ versteckt sich hinter dem Zusatz „L“ auch der Begriff „Light„, der im Falle des neuen Kompaktvans jedoch nicht einfach nur – wie wörtlich übersetzt – Licht bedeutet, sondern vielmehr für Leichtigkeit und technische Innovationen steht, die den Fahrkomfort erhöhen.

Fiat 500L

Der neue Fiat 500L: ein Blick in den Innenraum

Drei Motoren zum Marktstart – ab 2013 Erdgas

Nachdem wir uns jetzt wirklich ausführlich mit der Namensgebung des neuen Fiat 500L beschäftigt haben, wollen wir mal schauen, was die Technik des neuen Mehrzweckautos zu bieten hat. Die Motorenpalette des Fiat 500L ist zum Markstart mit drei Aggregaten besetzt. Als Benziner stehen der 1.4 16V mit 70 kW (95 PS) und der 0.9 TwinAir Turbo mit 77 kW (105 PS) mit einem durchschnittlichen Verbrauch von 6,2 bzw. 4,8 Litern auf 100 Kilometern zur Verfügung. Komplettiert wird das Motorenangebot bei Verkaufsstart durch einen Turbodiesel (1.3 16V Multijet II) mit 63 kW (85 PS). Die Dieselausführung des Fiat 500 soll laut Angaben des italienischen Herstellers nur 4,2 Liter auf 100 Kilometern verbrauchen (CO2-Emissionen: 112 g/km). Ab 2013 wird zusätzlich zu den genannten Motoren ein TwinAir-Triebwerk als Natural Power-Version erhältlich sein, das wahlweise mit Benzin oder Erdgas betankt werden kann.

Ein technisches Highlight im Innenraum des Fiat 500L ist das Multimediasystem Uconnect mit Touchscreen, Mobiltelefonanschluss, Freisprecheinrichtung und und zahlreichen weiteren Möglichkeiten wie dem Abrufen der Spritspar-Software eco:Drive. Für individuellen Komfort steht zudem eine optionale, kleine Kaffeemaschine zur Verfügung, die in einer Docking-Station mittransportiert wird. Was die gestreckte Limousine und die komfortablen Extras im Detail in Deutschland kosten werden, hat Fiat noch nicht verraten. In Italien liegt der Einstiegpreis bei 15.550 Euro. Hierzulande müssen wir uns wohl auf einen kleinen Preisaufschlag einstellen. Das neue Multi Purpose Vehicle (MPV) von Fiat, das in Serbien produziert wird, soll in über 100 Ländern vermarktet werden und gehört damit – zusammen mit neuen Fiat Panda – zu den großen Hoffnungsträgern des italienischen Konzerns.

Der neue Fiat 500L

Der neue Fiat 500L ist mit drei Motoren verfügbar

Auf das Design des Fiat 500L will ich an dieser Stelle übrigens nicht eingehen. Wer sich das neue Modell ansieht, wird mitunter Merkmale des klassischen Fiat 500 und des Panda erkennen. Vielleicht lässt sich bei genauem Hinsehen das Rezept für die Mischung 500L entschlüsseln.

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4 Kommentare »

  • Chris sagte:

    Der 500L sieht mir zu sehr wie die Panda-Serie aus. Aber eine Kaffeemaschine mit an Bord? Davon ahbe ich bislang ja noch nie was gehört :)

  • Jonny sagte:

    gefällt mir, meine Schwester fährt den gleichen…

  • Taylor sagte:

    Eine Kaffeemaschiene an Board?! :-D

    Okay wer es braucht…

  • Olli sagte:

    geil werde das ding kaufen.Wegen der Kaffemaschiene:D

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