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Seifenkistenprojekt (Teil 5): Bau von Lenkung und Bremse – eine harte Nuss für Seifenkistenmechaniker

24 Juli 2012 Keine Kommentare Philipp Stolz

Hier der Bericht vom heutigen Bautag bei unserem Seifenkisten-Kooperationsprojekt: Wegen des in Köln plötzlich ausgebrochenen Hochsommers hatte ich mich heute zur Abwechslung mal mit dem Fahrrad zum Haus Rupprechtstraße aufgemacht. Daher konnte ich vor dem Erreichen unserer Teamwerkstatt zunächst noch einige „interessante“ Eindrücke über gängige Verhaltensweisen im morgendlichen Kölner Berufsverkehr sammeln. Als ich schließlich an der Werkstatt ankam, staunte ich auch dort nicht schlecht, als ich von sechs (!) ausgeschlafenen Teamkollegen plus Werkstattleiter Christoph Kunow empfangen wurde, und ich war gespannt, was sich wohl die letzte Woche über an unserer Seifenkiste getan hatte. Offenbar gab es aktuell einiges an Arbeit, denn jeder meiner Teamkollegen war beschäftigt – es wurde gesägt, geschraubt und mit Seilzügen hantiert. Doch wozu das alles? Ich verschaffte mir einen groben Überblick und schnell war klar: Der heutige Bautag unseres Ruppi-Racing-Teams stand ganz im Zeichen der Mechanik, denn es ging nun darum, unsere Seifenkiste mit Lenkung und Bremse auszustatten. Doch der Reihe nach…

Die Lenkung – oder was man aus alten Fitnessgeräten alles herstellen kann

Auf der Werkbank lag bereits ein fast fertiger Prototyp für die Lenkung und ich staunte nicht schlecht, als ich mir die Konstruktion genauer ansah: Stahlseile und Rollen, die ich eigentlich aus einem anderen Umfeld kannte, nämlich aus dem Fitnessstudio. Während der vergangenen Woche hatten meine Teamkollegen nämlich ein ausgedientes „Butterfly“ auseinander gebaut und nun einen kompletten Seilzug in Kombination mit drei Führungsrollen so auf einer soliden Holzplatte befestigt, dass zu einer voll funktionsfähigen Lenkung nur noch das passende Lenkrad fehlte.

Was man aus alten Fitnessgeräten alles machen kann: z. B. eine Seifenkisten-Lenkung

Zuerst hakte es zwar noch an ein paar Stellen, aber mit etwas „Feintuning“ durch festeres Spannen der Seilzüge und einige Tropfen Öl bekamen wir auch das recht schnell in den Griff, und die Lenkung funktionierte schließlich wunderbar. Dennoch werden wir bei unserer endgültigen Rennkiste wohl andere, laut Team-Manager und Werkstattleiter Kunow besser geeignete, Rollen verwenden, die bereits bestellt sind und somit in den nächsten Tagen eingebaut werden können. Das Prinzip unserer Lenkung steht aber soweit, und von daher ist dieses „ToDo“ quasi erledigt.

Eine schwierige, aber wichtige Baustelle – die Bremse

In einem Bauprozess, wie wir ihn hier durchleben, kann natürlich nicht immer alles glatt gehen. In unserem Fall stellt nun die Bremse der Rennkiste offenbar das zentrale Problem dar: Wir haben die Bremse als solche (inklusive Bremspedal) bereits in die Bodenplatte unserer Kiste eingebaut. Jedoch stehen wir noch vor dem Problem, wie wir genug Spannung auf den Bremszug bekommen, so dass unser Fahrer das Gefährt zuverlässig und sicher zum Stehen bringen kann. Außerdem stellt sich die Frage, wie wir eine Federung so an das Bremspedal anbringen, dass sich die Bremse bei „Nicht-Belastung“ wieder zuverlässig vom Boden hebt.

Unsere aktuelle „Baustelle“: Yassin tüftelt an der Bremse

Herr Kunow, unser neues Teammitglied Yassin und ich haben heute bereits einige Varianten ausprobiert, doch wir müssen ehrlich zugeben, dass wir den „bremstechnischen Stein der Weisen“ bisher noch nicht finden konnten. Wir sind aber auch hier zuversichtlich und bleiben an der Sache dran.

Zwischenfazit: Alles im Soll, nächstes Ziel Testfahrt

Fasst man den heutigen Bautag bzw. die gesamte letzte Woche zusammen, so haben wir wieder einiges geschafft. Zu allen bisher durchgeführten Arbeitsschritten der vergangenen Wochen gesellt sich nun noch eine funktionfähige Lenkung, und bis auf die Mechanik der Bremse wissen wir in allen zentralen Punkten, wie unsere fertige Rennkiste am Ende aussehen soll. Sollte sich auch dieses Problem noch im Laufe der kommenden Woche lösen lassen, so steht einer ersten Testfahrt mit der „finalen Basisversion“- aller Voraussicht nach an den Hügeln des Kölner Stadtwaldes- nichts mehr im Wege. Dazu hoffentlich bereits nächste Woche mehr…! Ach ja, ein neues Teamfoto in der aktuellen Besetzung gibt es auch:

Das Ruppi-Racing-Team nach getaner Arbeit

Euer Teamreporter

Philipp

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