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Spritpreis-Wahnsinn: Trotz Entspannung ADAC kritisiert weiterhin überhöhten Preise

31 August 2012 6 Kommentare Fabian Thomas

Der Spritpreis-Wahnsinn geht in die nächste Runde, trotz der Entspannung kritisiert der ADAC die weiterhin überhöhten Preise. Zwar sanken die Preise von E10 durchschnittlich um 1,10 Euro. So zahlte man 1,681 Euro pro Liter Benzin (E10). Für Diesel musste man dagegen 1,531 Euro auf den Tisch legen, also 0,9 Cent weniger als in der Vorwoche. Nichtsdestotrotz sind die Preise überhöht, das kritisiert auch der ADAC. Und natürlich völlig zurecht, denn ich erinnere mich an die vergangenen zwei Wochen, an denen man Angst hatte, an eine Tankstelle zu müssen. Teilweise näherte man sich bedrohlich den 1,80 Euro pro Liter Benzin.

adac spritverbrauch

Spritverbraucher bei Autos

Was tun gegen den Spritpreis-Wahnsinn?

Nicht nur in Deutschland wird über die Spritpreise diskutiert, sondern auch in Frankreich. Überall ist man sich einig, die Belastung für die Autofahrer ist zu hoch. Und scheinbar steigen die Preise ohne Grund, denn der ADAC gab an, dass „die jüngste Entwicklung bei Rohöl und beim Dollar diese Preispolitik der Ölkonzerne nicht rechtfertigt.“ Aber was kann man dagegen tun? Der ADAC fordert die Anpassung der steuerlichen Entfernungspauschale, doch was kann man persönlich machen? Eigentlich nicht viel außer die Preise der umliegenden Tankstellen vergleichen und zuschlagen, wenn es günstig wird. Egal ob der Tank noch recht voll ist oder fast leer, das Tanken an günstigen Tagen ist deswegen wichtig, weil man eben ein Zeichen setzt. Wenn die Zapfsäulen an teuren Tagen leer bleiben und an den günstigen Tagen brechend voll ist, merken das auch die Mineralölkonzerne. Der Effekt des Einzelnen mag klein sein, doch in der breiten Masse, bekommen die Konzerne dieses Tankverhalten zu spüren.

Aus eigener Erfahrung kann ich darüber hinaus sagen, dass freie Tankstellen oftmals bei dem Spritpreis-Wahnsinn nicht mitmachen. Klar steigen und sinken dort auch die Preise, doch oftmals ist man einige Cent günstiger als die großen Ketten.

Spritspar-Tipps für den Alltag

Doch nicht nur beim wöchentlichen Tanken kann gespart werden, sondern auch bei den alltäglichen Fahrten zur Arbeit oder dem Supermarkt. Wir haben einige Spritspar-Tipps zusammengetragen:

  • Gewicht reduzieren: Fahrradträger, Dach oder Kofferrauminhalt wenn möglich vermeiden
  • Kurzstrecken-Fahrten vermeiden
  • Mit Reifen fahren, die Rollwiderstands-optimiert sind
  • Klimaanlage erhöht Verbrauch
  • elektrische Geräte erhöhen Verbrauch (Lüftung, Radio, Sitzheizung etc.)
  • Reifendruck regelmäßig kontrollieren
  • Motor im Stand warmlaufen lassen verbraucht Sprit
  • Auto ausmachen, denn auch im Leerlauf verbraucht man Sprit
Allerdings lässt sich viel Sprit auch mit der Optimierung der Fahrweise reduzieren. So sollte man beispielsweise nach der Abfahrt sofort in den 2. Gang hochschalten, darauf wird empfohlen bei einer Drehzahl von ca. 2000 U/min hochzuschalten und nicht runterzuschalten, solang der Motor ohne Ruckeln noch Gas annimmt. So gilt: Im höchstmöglichen Gang fahren und darüber hinaus vorausschauend Fahren. Wird die Ampel rot, Gas wegnehmen, Gang drinlassen, draufzurollen und dann ggf. im gleichen Gang weiterfahren.
Mehrverbrauch bei Fahrradträgern

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6 Kommentare »

  • Michael sagte:

    Die Spritpreise sind tatsächlich der blanke Wahnsinn. Für meine erste Tankfüllung bezahlte ich sage und schreibe 98 Pfennige pro Liter. Das ist aber schon eine Weile her. Heute ist es dreieinhalb mal so viel.

    Wir kompensieren diese hohen Preise dadurch, daß wir Waren des täglichen Bedarfes ganz bewußt nicht im Einkaufszentrum oder beim Discounter einkaufen. Metzger, Bäcker und Supermarkt gibt es in Laufnähe und wenn man ehrlich ist, dann sind die auch nicht soviel teurer, daß es sich lohnen würde, herumzufahren. Ganz im Gegenteil, zu den Autokosten gehört ja deutlich mehr als Benzin.

    Das Auto stehenzulassen kann auch Lebensqualität bedeuten.

    Nicht alltägliche Sachen kann man bequem online kaufen und dabei Sprit sparen.

  • Petra sagte:

    Meiner Meinung nach ist der Spritpreis die reinste abzocke. viele sind dazu gezwungen mit öffentlichenverkersmitteln den alltag zu meistern und auch die Ferien und Urlaubssaison wurde meiner meinung nach viel mehr mit Bus und Bahn bewältigt als normal mit dem Auto

  • Senta sagte:

    Zum Glück habe ich seit Jahren kein Auto und brauche mir deshalb um die Spritpreise keine Gedanken mehr zu machen. Aber was man so auf den Schildern der Tankstellen liest, also wie die Zahlen kontinuierlich und manchmal auch ruckartig nach oben klettern, und wenn man so hört, wie sich die Bekannten und Freunde über jede Erhöhung ärgern (was in letzter Zeit sehr häufig vorkommt), dann fragt man sich schon, wohin das Ganze noch führen wird. Noch die Versicherung und eventuelle Anschaffungen wie gute Stereoboxen, etc. hinzu – und das Auto wird zum Geld verschlingenden Loch ohne Boden.

  • Killertofu sagte:

    Der Benzinpreis ist definitiv zu hoch, das bestreitet glaube ich keiner. Allerdings sind die Schlüsse daraus anders: In der Stadt steigen viele Leute auf den Öffentlichen Verkehr um, gehen zu Fuß oder per Rad, Ihnen ist es meist egal wie hoch der Benzinpreis ist, da Sie eh nur 1 mal im Monat Tanken. Jemand der Beruflich auf ein Auto angewiesen ist (Handwerker, Zulieferer, Logistik, Vertreter) sowie auch Leute die von außerhalb kommen sehen es dann um einiges drastischer. Dann gibt es noch die extrem penentranten nichtfahrer, welche jeden davon überreden wollen wie schön die Bahn ist etc.
    Durch diese Gruppen kann man keine wirkliche „Einheit“ gegen die Benzinpreiswillkür gründen. Desweiteren sind wir Deutsche dann doch noch zu Faul etwas dagegen zu unternehmen.
    Sprich es wird sich nichts ändern. Die Ölkonzerne werden den Preis vllt. nochmal kurz unter 1.50 pro Liter E-10 senken um die meisten zu Beruhigen und dann geht es weiter.

    Die Spartipps sind schon gut, kommt aber teilweise auch darauf an wo man wohnt. Bei uns kann man kaum Rote Ampeln umfahren oder ähnliches, Sie sind förmlich überall :)

  • Rohnny sagte:

    Wer über ein neues kraftstoffsparendes Fahrzeug nachdenkt, sollte einen Toyota Prius Plug-in-Hybrid in Betracht ziehen. Der neue Prius verbraucht nach der offiziellen ECE-Verbrauchsformel gerade einmal 2,1 Liter auf 100 Kilometer, was einem CO2- Ausstoß von 49 Gramm pro Kilometer entspricht. Was man selbst auf dem täglichen Weg zur Arbeit an Sprit sparen würde kann man mit dieser App hier eindrucksvoll nachvollziehen: http://goo.gl/gJXWr

  • Werner sagte:

    Ist schon klar das man sich Gedanken machen musss wegen unserer Umwelt.
    Aber ich glaube nicht, das was ich auch schon gehört habe, den Spritpreis anzuheben das Ware ist, um die Leute zum Umdenken zu bewegen.

    Man sollte die Spritkonzerne mal in die Presse nehmen, etwas zu unternehmen unserer Umwelt zuliebe.

    Auch sollte man sich um ALternativen umsehen wie Rohnny sagte.

    LG Werner

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