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Opel-Offensive: Mit Mokka, Adam & PSA-Kooperation runter vom Holzweg

30 Oktober 2012 6 Kommentare Fabian Thomas

Erst vor wenigen Wochen habe ich darüber gesprochen, ob ein Verkauf von Opel sinnvoll wäre. Ich stellte mir die Frage, ob die Trennung von General Motors nicht für alle erhebliche Vorteile mit sich bringen könnte. Doch nun möchte ich  mich mit wesentlich positiveren Dingen rund um den Rüsselsheimer Autobauer beschäftigen. Opel ist runter vom Holzweg, doch sagen wir besser auf einem guten Weg dahin einer rosigen Zukunft entgegen zu blicken. Gut, die Zahlen rund um Umsatz und Verluste kenne ich nicht, ich kann nur das Kerngeschäft beurteilen.

Der neue Opel Mokka

Der neue Opel Mokka als Hoffnungsträger

Modell-Offensive soll helfen

Wenn man überlegt, sorgte kein anderer Autobauer die letzten Jahre für so viel Aufsehen, sowohl positiv als auch negativ. Hier und da gibt es zwar auch einige Schreckensmeldungen, doch im Großen und Ganzen sieht es äußerst gut aus. Blickt man zumindest auf die neuen Modelle von Opel. So gibt es ein Facelift für die Astra-Familie und die brandneuen Modelle Mokka und Adam. Auch den imageträchtigen Ampera sowie die Erweiterung des Familienautos Zafira wollen wir nicht vergessen. Darüber hinaus steht bald ein neues Cabrio-Modell mit dem Namen Cascada an.

Das bedeutet also, man bedient die sehr beliebten Segmente für SUVs und Kleinstwagen und legt den Bestseller neu auf. Darüber hinaus bedient man Nischen mit einem neuen Cabrio sowie einer Limousine für den Astra. Man legt also wert auf das Kerngeschäft, man hat den Mut für Neues. Damit sind entweder komplette Neueinführungen gemeint oder eben die Optimierung der Bestseller wie eben beim Astra. Genau da muss die Reise hinführen, den Kunden in jeglichen Bereichen etwas bieten und mit einem seriösen und sympathischen Auftreten die Kunden wiedergewinnen. Das kann mit den erwähnten neuen Modellen geschehen, aber auch durch Markenbotschafter wie Jürgen Klopp. Doch einen wichtigen Punkt habe ich noch gar nicht betrachtet, und zwar die Qualität. So scheint man sich auf die Fahrzeuge verlassen zu können. Kauft man sich einen Opel Neuwagen, so kann man wohl auch mit Zuverlässigkeit rechnen, wenn man einige Jahre damit unterwegs war. Beweise? Im GTÜ Gebrauchtwagenreport holt der Insignia Platz 1 in der Mittelklasse. Genau dieses Ergebnis schaffte der Mittelklassewagen auch im Jahr zuvor.

Kooperation mit PSA mit Schattenseiten

Doch neue Opel Modelle alleine dürften nicht reichen, wenn man die Kosten nicht senken kann. Ein wichtiger Schritt in Sachen Kostensenkung hat man nun gemacht, denn GM und PSA gehen eine Kooperation ein. Im Rahmen dessen möchte man vier Fahrzeugplattformen gemeinsam bauen und darüber hinaus den Einkauf gemeinsam gestalten. Damit sollen über die nächsten Jahren insgesamt 1,5 Milliarden Euro eingespart werden. Doch aufgepasst, das könnte Werksschließungen zur Folge haben. Mit der Zusammenlegung werden Arbeitsplätze und Werke überflüssig und Entlassungen sind damit wohl kaum noch abzuwenden.

Somit hat die zunächst positive Nachricht rund um die Kostenersparnis und die Kooperation mit PSA auch große Schattenseiten. Man darf gespannt sein, ob sich Opel durch eine Kombination aus neuen, frischen Modellen und einer großen Kooperation retten kann.

Was meint Ihr, ist Opel auf dem richtigen Weg und wie kann es mit dem deutschen Autobauer weitergehen? Schreibt es uns in die Kommentare oder nehmt an der Umfrage teil:

Ist Opel auf dem richtigen Weg?

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6 Kommentare »

  • Visionär sagte:

    Ich bin im Großen und Ganzen Ihrer Meinung.
    Dass mittelfristig bei Opel die Kosten runter müssen ist unbestritten. Am Ende könnte dann die ein oder andere schmerzhafte Sparmaßnahme umgesetzt werden (müssen). Die dauerhafte Kostensenkung wird Teil der Gesundung sein. Betrachtet man aber zusätzlich noch die aktuell von Opel forcierte Initiative „Bochum Perspektive 2022“, dann wird klar, dass Opel nicht einfach nach Radiergummi-Art Werke schließen möchte. Es sollen sinnvolle Möglichkeiten für den Beschäftigungserhalt in der Region erarbeitet werden.

    Insgesamt scheint Opel nach jahrzehntelangem Missmanagement wieder auf einem guten Weg zu sein. Es wird seine Zeit brauchen, aber Opel wird m.E. wieder auf die Erfolgsspur kommen. Wenn das wirklich gelingt, wäre das wohl der größte Turnaround der europäischen Automobilgeschichte, so wie von Aufsichtsrats-Chef Girsky kürzlich formuliert. Der scheint bei Opel so was wie einen Sinneswandel eingeleitet zu haben, auch wenn ihm das anfangs wohl nur wenige zugetraut hätten.

  • Heinze sagte:

    Ich finde Ihren Artikel sehr positiv und freue mich über Ihre Einschätzung.

    Am Sonntag habe ich gerade den Mokka und den Adam begutachten dürfen und muss sagen, es ist Opel wieder mal gelungen und ich hoffe auch sehr, dass Opel bald vom Holzweg runter kommt. Sie haben es wirklich verdient. Schade, dass es so viele Leute gibt die Opel Autos schlecht reden, obwohl man über Design und Qualität schon lange nicht mehr meckern kann.

    Ich hoffe auch sehr, dass das Management es wirklich ehrlich mit der Belegschaft meint und man den Herren im Managment einmal Zeit gibt, etwas umzusetzen. Wie sagt man so schön „Gut Ding, braucht lang Weil“.

  • Jeff Healey sagte:

    Hallo, Herr Thomas!
    Ihrem Artikel und denen meiner zwei Vorredner ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen.
    Die Qualität passt wieder. Neue Motoren sind im Anmarsch. Das Design ist massentauglich, Rosinen sind ebenfalls dabei (z.B. Cascada). Neue Märkte werden beackert (z.B. Russland). Das einzige was Opel fehlt ist Zeit, und daß die GM-Oberen noch eine Weile die Füsse still halten. Dann kommt der Erfolg wieder zurück zu Opel.

  • Tina sagte:

    Sehr geeherter Herr Thomas,

    ich kann Ihnen bei Ihrer Einschätzung nur zustimmen. Wenn man die Entwicklung Opels in einem Graphen darstellen würde, könnte man sehen, dass die Firma meiner Meinung nach den Tiefpunkt lange überwunden hat. Der Graphen steigt zur Zeit meiner Meinung nach wieder an und es ist keine Tendenz zum Umschwung (nach unten) zu erkennen.

    Ich möchte mich hier auch weniger auf bestimmte Kennzahlen wie Umsatz oder Gewinn beschränken, sondern allgemien auf das Bild, das Opel in den letzten Monaten von sich entwickelt hat. Es geht los mit den vielen neuen Modellen und endet bei Kleinigkeiten wie dem Werbevertrag mit Borussia Dortmund. All das sind meiner Meinung nach Zeichen für die Stärke der Marke. Endlich macht man wieder das, was man am besten kann: Man but gute Autos und lässt die Öffentlichkeit an diesem Prozess teilhaben.

    Vielen Dank für den klugen Beitrag!

    Tina Schuster

  • Anton Wolff sagte:

    Einfach nur danke danke danke! Habe schon lange keinen spannenderen Artikel gelesen.

  • Robin Otto sagte:

    So lernt man immer wieder neue Dinge dazu. Danke für den Beitrag. Werde auf jeden Fall ab und zu vorbeischauen.

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