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Autos und Fußball: Warum funktioniert das für VW, Opel & Co.?

24 Juli 2013 5 Kommentare Fabian Thomas

Ich erinnere mich noch dunkel, vor vielen Jahren zierte Opel die Trikots des FC Bayern München. Lang lang ist es her könnte man sagen. Danach zogen sich die Rüsselsheimer zurück und tauchten erst im vergangenen Jahr bei einigen Vereinen wieder auf. Nicht als Trikotsponsor, sondern in einem größeren Umfang auf Banden und rund um das Stadion. Die prominenteste Einbindung gab es wohl bei Borussia Dortmund, die mit Jürgen Klopp den Markenbotschafter von Opel angestellt haben. Doch warum sind Fußball-Clubs so interessant für Automobilhersteller?

Jürgen Klopp mit dem Opel Adam unterwegs - © GM Company

Opel Adam Juergen Klopp

Prestige und Reichweite

Auf der einen Seite ist Fußball Volkssport Nr. 1, keine andere Sportart zieht so viel Aufmerksamkeit und begeistert gleichzeitig so viele Menschen. Die Reichweite je nach Club und Liga ist also gewiss. Darüber hinaus passt das Sponsoring bzw. die Unterstützung der Hersteller manchmal eben wie die Faust auf’s Auge. So arbeitet Opel beispielsweise mit Dortmund, Mainz, Freiburg, Leverkusen und Düsseldorf zusammen. Entweder junge aufstrebende, sehr erfolgreiche oder eben Clubs mit viel Tradition. Audi hat sich dagegen den FC Bayern München geschnappt und Volkswagen neben dem VfL Wolfsburg nun auch den TSV 1860 München, der als einer der größten Traditionsvereine gilt und sogar Gründungsmitglied der Bundesliga war.

In der zweiten Liga mag die Reichweite nicht ganz so hoch sein, wie beispielsweise in Champions League und 1. Liga, doch hier zählt was anderes. Einerseits natürlich die Vision, dass beispielsweise 1860 München bald wieder Erstklassig spielt und andererseits zählt eine Menge Prestige. Die Historie des Vereins zeigt, dass man immer ein Arbeiterclub war und meist im Schatten des großen Bruders stand. Das passt doch absolut zu VW, zwar steht man nicht im Schatten, doch man ist eben weit weg von Premium und siedelt sich in der Mitte an. Gutes Preis-Leistungsverhältnis = erschwinglich für die Vielzahl der Autokäufer, also etwas für’s Volk.

Neben Reichweite und Prestige zählt allerdings noch etwas mehr. Im Falle von Opel verbindet man damit eine Art Einstellung. „Schaut her, uns geht es wieder besser – wir sind zurück„. Warum? Na mit Sponsoring im Fußball verbindet man immer eine Menge Geld und bei dem Image der Bundesliga und vieler Vereine überträgt sich natürlich auch etwas auf die Automarke. In vielen Köpfer dürfte seitdem verankert sein: „Dortmund und Opel als Team? Dann muss Opel ja super sein, schließlich fährt der Kloppo den Adam„.

So lohnt sich all das für die Automobilhersteller. Es gibt viele Vorteile, die sich hoffentlich auch in Verkäufe ummünzen lassen. Wer noch wissen will, was die Bundesliga so fährt, der kann sich diese Tabelle anschauen:

bundesliga auto

Die Bundesliga-Vereine und ihre Automobilhersteller / Sponsoren

 

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5 Kommentare »

  • Jens sagte:

    Jürgen Klopp ist schon ein cooler Kerl :)

    Das Hertha-Team fährt Audi, davon wusste ich gar nichts.

    Gruß

  • umzug international sagte:

    Und keiner fährt Bmw? Find ich gut ;)
    Stuttgard zahlt wohl etwas mehr für ihre Autos ^^
    Sehr Interessante Statistik ;)

  • Simone sagte:

    Fußball und Automobile vertreten dieselben Werte. So wollen beide schnell und technisch sein, daher passt diese Zusammenarbeit ganz gut.

    Das ausgerechnet niemand BMW fährt wundert mich etwas, find es aber nicht schlimm.

  • Arno Pflaumbaum sagte:

    Ich denke, weil viele Menschen Fussball sehen. Auch in der Werbung spielt es eine große Rolle und die wahren Fans haben Aufkleber von ihrer Lieblingsmannschaft am Auto.

  • Salim sagte:

    @ Arno. Genau so sehe ich das auch. Fußball ist ein sehr beliebter und weit verbreiteter Sport. Auch mögen die Deutschen schöne Autos. Aus dem Grund lässt sich beides sehr gut kombinieren.

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