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Chevrolet Rückzug: Fluch und Segen für Opel

18 Dezember 2013 4 Kommentare Fabian Thomas

Der neue Chevrolet Spark: Das Top-Modell im Jahr 20112016 verschwindet Chevrolet aus Europa. Zwar bleiben einige Ausnahmen bestehen und auch nicht alle Länder sind betroffen, doch wir hier in Deutschland können dann keine Chevrolet Neuwagen mehr kaufen. Aveo, Spark, Cruze, Malibu, Trax und Captiva wird man nicht mehr kaufen können. Auf den ersten Blick scheint das ein großer Segen für Opel zu sein, doch wir blicken nun etwas tiefer. Zahlreiche Neuwagen und vor allem Lagerfahrzeuge werden nun mit besonders günstigen Konditionen auf den Markt geworfen und nehmen für die nächsten Monate der GM-Schwester Opel einige Kunden weg. Was nach 2016 passiert, kann für die Rüsselsheimer nur positiv aussehen, denn nahezu identische Modelle zum günstigeren Preis gibt es dann nicht mehr.

Ab 2016 ein Segen für Opel

Cruze vs. Astra, Aveo vs. Corsa, Trax vs. Mokka, Malibu vs. Insignia oder Captiva vs. Antara. Hier gibt es Modelle von Chevrolet, die oftmals wesentlich günstiger sind als bei Opel, allerdings nahezu baugleich. Es gibt also fast identische Modelle zu einem günstigeren Preis, dadurch bekommen die Opel Modelle Probleme. Diesen Preiskampf hat Opel verloren, das sieht ab 2016 schließlich anders aus. Darüber hinaus dürfen sich Opel Werkstätten in den Jahren nach dem Rückzug über Reparaturaufträge freuen. Es läuft also perfekt für Opel. Zumindest wenn man die Werke außen vor lässt, die gehofft haben auch Chevrolet Modelle produzieren zu dürfen. Das könnte allerdings mit steigendem Absetz der Kernmarke ausgeglichen werden.

Die Zeit bis 2016 kann dagegen anstrengend werden. Schließlich will man die zahlreichen Lagerfahrzeuge schnell verkaufen, aber auch bei Bestellneuwagen könnten die Preise durch Rabatte nochmal fallen. Dieses Szenario erleben wir früher als gedacht, schon jetzt steigen die Rabatte auf den Listenpreis. Zwischen 30 und 60 Prozent günstiger? Ein Traum? Das ist nun Realität, und zwar bei einigen Chevrolet Neuwagen. So gibt es zum Beispiel den Kleinstwagen Spark unter 6.000 Euro. Natürlich ist das Angebot begrenzt und irgendwann wird auch der Lagerbestand vergriffen sein. Doch bis dahin können Kunden von den günstigen Preisen profitieren. Erst danach heißt es wohl: Opel for Chevrolet.

Nun könnte man denken, dass durch den Chevrolet Rückzug irgendwann keine Ersatzteile mehr lieferbar sind, Garantien verfallen oder kein Service mehr vorhanden ist. Dem ist natürlich nicht so. Die Neuwagen-Garantie zählt weiterhin, die Ersatzteile gibt es bis mindestens 2025 und auch für den Service soll gesorgt sein.

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4 Kommentare »

  • Michael Marheine sagte:

    Kurzfristig ist natürlich mit etwas mehr Konkurrenz zu rechnen, da die anderen Fahrzeuge noch „verjubelt“ werden. Aber wer denkt denn in der Automobilbranche kurzfristig? Dann wäre Opel längst nicht mehr am Markt, da diese Marke ja seit der Zugehörigkeit zu einem US Unternehmen schon hätte 10 sterben können.

    Wie die mit dem europäischen Markt umzugehen versuchen wird eh nie zum Erfolg führen. Die Amerikaner ticken einfach anders. Wenn man sich allerdings deren Marktpreise ansieht, dann fragt man sich auch, warum das hierzulande nicht auch möglich ist, angemessene Fahrzeuge zu besseren Preisen anzubieten. Das kann nicht mit den Lohnkosten hierzulande begründet werden.

  • Rudi sagte:

    Prinzipiell werden ja noch Autos verkauft, allerdings glaube ich dass zwangsläufig irgendwann eine dieser Marken verschwinden wird!
    Zu viele Konkurrenzprodukte!

  • Olaf sagte:

    Ich finde es eigentlich Schade, dass Chevi sich vom Deutschen Markt verabschieden wird. Ich persönlich finde den Cruze sehr gelungen und hätte ihn beim meinem nächsten Autokauf sicherlich in die nähere Wahl gezogen. Naja, gibt ja noch andere Anbieter

  • Conrad sagte:

    An den Segen für Opel glaube ich in diesem Fall noch nicht per se, da es durchaus realistisch ist, dass in den nächsten Jahren auch noch mehr günstige Konkurrenz aus dem östlichen Europa oder dem asiatischen Raum den deutschen Markt entdeckt und sich über einen klaren Preiskampf und Billigfahrzeuge positioniert. Ein Rückzug von Chevrolet überrascht mich nicht großartig, da der Markenerfolg hierzulande doch sehr mäßig gewesen ist und auch Chevrolet auch keine besonderen Alleinstellungsmerkmale biete die es gegenüber Opel und anderen Marken besonders interessant macht.

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