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Genfer Autosalon 2017 – europäische Bühne für die ersten neuen Modelle des Jahres

6 März 2017 7 Kommentare Martina Reuter

Vom 9. bis 19. März 2017 schaut die Automobilwelt nach Genf. Auf dem 87. Genfer Autosalon sind Automobilhersteller aus aller Welt vertreten. BMW, Mazda, Audi, Kia und Co. nutzen die erste europäische Auto-Messe des Jahres als große Bühne, um zahlreiche Pkw-Neuheiten und Facelifts zu präsentieren.

Die neuen Modelle auf dem Autosalon sind über mehrere Fahrzeugklassen gestreut, aber vor allem im Kleinwagen-Segment und SUV-Segment sorgen die Aussteller für reichlich „Nachwuchs“. Darüber hinaus geht es ausgesprochen sportlich zu. Wir haben auf unserer Facebookseite ein Album erstellt mit Schnappschüssen der Neuheiten: Genfer Autosalon (9.-19. März 2017)

Klein aber oho – die neuen Kleinwagen und Minis

seat-ibiza-2017-vorneDie spanische VW-Tochter Seat hat mit dem neuen Seat Ibiza eine Premiere im Gepäck. Der Kleinwagen basiert als erstes Auto im VW-Konzern auf dem Modularen Querbaukasten A0.  Anders als die Vorgängerversion ist der Ibiza 2017 zum Markstart im Juni nur noch als Fünftürer erhältlich. Bis Ende des Jahres soll neben den Dreizylinder-Benzinern mit 95 oder 115 PS auch der neue 1.5 TSI mit 150 PS zur Verfügung stehen. Zu den direkten Konkurrenten des Seat Ibiza gehört u. a. der Ford Fiesta, der ebenfalls in Genf vertreten ist.

Ford bleibt sich beim neuen Fiesta selbst treu. Die Grundlage für den Kleinwagen bildet weiterhin die Global B-Plattform. Der minimale Größenzuwachs in Breite und Länge sowie die veränderte, nun waagerechte statt senkrechte Position der Rückleuchten fallen womöglich erst auf den zweiten Blick auf. Gänzlich neu ist hingegen die Topversion Vignale. Darüber hinaus lassen sich künftig 18-Zoll-Reifen auf den Fiesta aufziehen. Die Motorenleistungen reichen von zarten 70 bis ansehnlichen 140 PS. Wem das nicht genug ist, der bekommt in Genf mit dem neuen Ford Fiesta ST sogleich noch die sportliche Ausführung des Kleinwagens mitgeliefert. Mit seinem 200 PS starken 1,5 l Dreizylinder Ecoboost-Motor sprintet der Fiesta ST in 6,7 Sekunden von Null auf Hundert. Eine aktive Auspuffanlage sorgt für ein besonders authentisches Fahrgefühl. Markstart für die Sportversion ist voraussichtlich 2018.

kia-picanto-2017-ausen-vorneEin weiteres Highlight im Klein- bzw. Kleinstwagen-Segment ist der Kia Picanto. Mehr Platz im Innenraum und einen etwa 15 Millimeter höheren Radstand bei gleicher Außenlänge versprechen die Südkoreaner für den Kleinwagen, der ab dem 01. April 2017 zu Preisen ab 9990 Euro beim Händler steht. Neben der normalen Variante stellt Kia auf der Messe in Genf auch die Sportversion Picanto GT Line vor.

Toyota zeigt auf dem Genfer Autosalon das Facelift des Yaris. Die Japaner haben ihrem Schützling gleich mehrere optische Neuerungen, LED-Technik, verbesserte Schalter und Anzeigen sowie neue Ausstattungsmöglichkeiten verpasst. Bei den Assistenzsystemen knausert der Hersteller ebenfalls nicht. Zur Serienausstattung des überarbeiteten Toyota Yaris zählen Notbremsassistent, Kollisionswarnung, Spurhalteassistent, Verkehrszeichenerkennung und automatisch abblendbares Fernlicht. Den 1,33-Liter-Motor hat Toyota durch einen 1,5 Liter-Benziner ersetzt. Die Markteinführung des Yaris Facelifts findet voraussichtlich im Sommer dieses Jahres statt. Übrigens wird in der Schweiz auch das Topmodell Yaris im WRC-Style mit mehr als 210 PS zu sehen sein.

Ein weiterer Japaner in Genf ist der Swift aus dem Hause Suzuki. Der Kleinwagen zählt zu den wichtigsten Modellen des Herstellers auf dem europäischen Markt. Zu erwarten sind leichte optische Änderungen mit weicheren Zügen sowie eine veränderte Motorenauswahl, gegebenenfalls  inklusive Hybrid-Variante.

SUV – Neues von DS, Mazda, Mitsubishi, Volvo, Alfa Romeo, Range Rover und Skoda

DS-7-2017-ausen-schraeg-vorneIn der Klasse der Sport Utility Vehicles mischen auf dem Genfer Autosalon 2017 zwei Debütanten mit. Der PSA-Konzern präsentiert mit dem DS 7 Crossback das erste SUV der jungen französischen Marke. Ab  Frühjahr 2018 steigt der DS 7 Crossback in den Konkurrenzkampf mit Audi Q3 und BMW X1 ein. Die Preise des in Frankreich und China produzierten Fahrzeugs starten voraussichtlich bei 30.000 Euro.

Zweiter Neuling im SUV-Segment ist Alfa Romeo mit dem Stelvio. Wie Automobilfans es von der Marke gewohnt sind, kommt das neue Modell mit ordentlich viel PS unter der Haube daher. Der Neuling ist bereits jetzt mit 280 PS-Benziner und 210-PS-Diesel sowie als Sondermodell First Edition bestellbar.

Mitsubishi bringt das SUV-Coupé Eclipse Cross mit in die Schweiz. Neben dem Allradantrieb soll vor allem ein ausgeklügeltes Infotainment mit Touchpad in der Mittelkonsole für Fahrspaß sorgen. Als Motoren stehen für das SUV ein 1,5 Liter Benziner und ein 2,2 Liter Diesel zur Auswahl.

VW-Tochter Skoda zeigt zwei neue Ausführungen des Skoda Kodiaq. Der Kodiaq Sportline zeichnet sich – wie der Name andeutet – durch ein sportliche Optik, Sportsitze, vier Fahrmodi und 190 PS aus. Die zweite Version des SUV, der Skoda Kodiaq Scout, präsentiert sich mit getönten Scheiben und Unterfahrschutz. 19 Zentimeter Bodenfreiheit und serienmäßiger Hang-on-Allradantrieb machen ihn zu einem echten Offroader.

Am Messestand von Range Rover steht in Genf der Velar. Das neue Midsize-SUV schließt die Lücke zwischen Evoque und Range Rover Sport. Der Hersteller aus England kündigt edle Materialien in einem bedienfreundlichen Cockpit, modernes Infotainment und viel Platz im Innenraum an.

volvo-xc60-2017-ausen-vorne-dynamischMit größter Spannung erwartet die Automobilwelt aber vielleicht diese beiden SUVs: die zweite Generation des Mazda CX-5 und den neuen Volvo XC60. Mit überarbeitetem Design und moderner Technik nimmt es der Volvo XC60 in Europa mit Modellen wie dem BMW X3, Mercedes GLC und Audi Q5 auf. Durch einen verlängerten Radstand soll das neue Oberklasse-Fahrzeug bei gleicher Außenlänge (4,65 m) mehr Platz bieten als sein Vorgänger. Volvo stellt zusätzlichen zu den konventionell mit Drei- oder Vierzylinder betriebenen Varianten eine leistungsstarke Plug-in-Hybrid Version in Aussicht.

Mazda hat seinem Erfolgsmodell CX-5 nur einen dezenten optischen Feinschliff verpasst. Das SUV der Japaner ist in ihrer Heimat bereits auf dem Markt. Hierzulande rollt es im Juni in den Handel. Zwei Benziner und ein Skyactiv-Diesel sollen zunächst zur Auswahl stehen.

Neue Kombis  – BMW 5er Touring,  Hyundai i30 Kombi, Opel Insignia Sports Tourer

bmw-5er-2017-ausen-vorne-dynamischBMW zeigt auf dem Genfer Autosalon die fünfte Generation des BMW 5er Touring. Der neue Kombi, der an den Anforderungen des europäischen Markts ausgerichtet ist, geht im Juni in zwei Diesel- und zwei Benzin-Varianten sowie optionalem Allradantrieb an den Start.

Wem die obere Mittelklasse als Familienfahrzeug zu hoch gegriffen ist, der findet auf dem Automobilsalon Alternativen. Opel hat mit dem neuen Insignia Kombi ein geräumiges Mittelklasse-Modell in petto. Der Neue ist leichter sowie länger als sein Vorgänger, und bietet 100 Liter mehr Kofferraumvolumen – insgesamt 1640 Liter. Zum bequemen Öffnen der Heckklappe ist ein Fußsensor eingebaut. Opel will übrigens nicht nur bei Fans von Familienmodellen, sondern auch in Sachen Sportlichkeit punkten. Der Hersteller hat den Opel Insignia Grand Sport mit verbessertem Fahrwerk und 165 PS-Turbobenziner ausgerüstet. Das Modell steht auf einer neuen Plattform und wirkt deutlich coupé-artiger.

Als Vertreter aus der Riege der Kompaktklasse-Kombis ist der Hyundai i30 Kombi auf dem Autosalon vertreten. Die i30 Limousine der Koreaner ist bereits seit Januar 2017 erhältlich. Das etwas in die Länge gezogene familienfreundliche Kombimodell steht nun ebenfalls in den Startlöchern.

Kompakte Sport-Limousinen

skoda-octavia-rs-245-2017-ausen-vorneApropos Kompaktklasse – auch bei den kompakten Limousinen geht es 2017 sportlich zu. Skoda zeigt den Octavia RS 245 mit satten 245 PS. Der somit leistungsstärkste Skoda Octavia RS erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h und schafft den Sprint von Null auf Hundert in nur 6,6 Sekunden. Der Octavia Combi RS 245 steht dem mit 6,7 Sekunden in nichts nach.

An Audis Messestand erwartet die Besucher das RS 3 Sportback Facelift mit sage und schreibe 400 PS unter der Haube. Sowohl der RS 3 Sportback als auch die RS 3 Limousine sind ab August 2017 erhältlich. Die Preise beginnen bei 54.600 (Sportback) bzw. 55.900 (Limousine) Euro.

Bei Seat gehören die Facelifts für Leon Limousine und Leon Cupra inklusive ST-Versionen zu den Messehighlights. Statt 290 leistet der aufgefrischte Seat Leon Cupra nun 300 PS und ist damit das schnellste Serienmodell der Marke. Die Kombiversion ST ist weiterhin mit Allradantrieb ausgestattet.

Obere Mittelklasse – VW Arteon und Mercedes E-Klasse

Zu den mit Spannung erwarteten Modellen auf dem Genfer Autosalon 2017 gehört zweifelsohne auch der VW Arteon als offizieller Nachfolger des VW CC. Die Endung „eon“ kennzeichnet die neuen Premiummodelle des Herstellers. Merkmale der viertürigen Fließhecklimousine sind ein breiter Kühlergrill und LED-Elemente. Wie es bei einem Kfz der oberen Mittelklasse zu erwarten ist, kommt der VW Arteon mit edlem Interieur und ordentlicher Motorisierung  sowie Plug-in-Hybridversionen daher.

mercedes-e-cabrio-2017-ausne-vorne-dynamischCabriolet-Fans kommen in der Schweiz u. a. am Stand von Mercedes auf ihre Kosten, denn hier steht das E-Klasse Cabrio, das jüngste und letzte Mitglied der E-Klasse. Das Fahrzeug ist auf der namensgebenden Plattform aufgebaut und hat im Vergleich zum Vorgänger sowohl in der Breite als auch in der Länge ein wenig zugelegt. Das Stoffverdeck mit Glasscheibe ist standesgemäß und soll sich bei Tempo 50 in nur zwanzig Sekunden öffnen lassen.

Genfer Autosalon – eine Institution seit 1905

Neben den genannten Highlights wird es auf der Pkw Messe in der Schweiz weitere spannende Modelle zu entdecken geben. Der Genfer Autosalon fand erstmals als „Nationale Automobil- und Fahrradausstellung“ im Jahr 1905 statt. Wie in den vergangenen Jahren erwarten die Ausrichter des Salons rund 700.000 Besucher. Neben klassischen Auto-Neuheiten sind auf der Schweizer Automobilmesse regelmäßig spannende Studien, Vertreter der Supersportklasse, „exotische“ Fahrzeuge und limitierte Kleinserienmodelle zu sehen. Auch Pkws mit alternativen Antrieben wie Elektro-, Hybrid- und Wasserstoffautos werden auf dem Genfer Autosalon 2017 zum Thema. Der reguläre Eintritt (Tagesticket) für Erwachsene kostet 16 Schweizer Franken, das entspricht etwa 15 Euro.

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7 Kommentare »

  • Martin sagte:

    Toller Bericht!

    Gefällt mir sehr gut. Ich freue mich jedes Jahr schon auf die neuen Autos. Einer meiner Favoriten ist der neue Porsche 911 GT3 MK2. Habe mir vor kurzen erst gedacht das der bestimmt bald ein Facelift bekommt!

    Gruß
    Martin

  • Frengi sagte:

    Das war eine Klasse Austellung! Soviel neue Technologie in den Autos! Am Besten haben mir die neuen Elektro Autos gefallen! Leider war Tesla nicht vertreten, die machen so geile Elektroautos, also jedem der das nächste Mal in der Nähe ist, unbedingt die 16 Franken opfern und mal reinschauen!

  • Tim sagte:

    Sehr schöner Bericht! Ich hatte schon einen RS3 und einer 5er BMW. Den neuen RS3 werde ich sicherlich Probe fahren, ich freue mich schon auf August!

  • Markus sagte:

    Interessante Details. Ich finde es wirklich spannend wie sich das mit den SUV’s entwickelt. Immer mehr Autobauer setzen nun auf „Geländewagen“ und was Volvo mit dem XC60 leistet finde ich schon Klasse. Aber auch der französische DS 7 Crossback kann sich wirklich sehen lassen. Bin gespannt wie die Absatzzahlen hier aussehen.

  • LukasderAutofreund sagte:

    Ein wirklich gelungener Bericht, meinen Lob dafür.
    Mein Interesse hat vor allem der BMW 5er Touring geweckt. Mit dem werde ich mir mal eine ordentliche Probefahrt erlaufen.

  • Oliver Enderlein sagte:

    Ich bin schon seit vielen Jahren ein großer Fan vom Genfer Autosalon. In diesem Jahre, habe ich es sogar geschafft selbst vor Ort zu sein. Ich finde es immer wieder spannend, in welche Richtung sich die Automobil Branche entwickelt. Bin gespannt, welche Modelle die Hersteller im nächsten Jahr vorstellen werden. Danke für diesen tollen Artikel.

  • Sabine Schwenk sagte:

    Klasse Bericht, wie sich das alles in letzter Zeit entwickelt hat ist schon Interessant. Ich Freue mich aufjedenfall auf die neuen BMW Touring Modelle. Einmal BMW immer BMW. Toller ARtikel

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