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Auto der Zukunft: Crowdsourcing Projekte in der Autobranche – BMW, Fiat und VW

20 Juli 2010 Keine Kommentare Jana Henning

Fiat, BMW, VW sind 3 aktuelle Beispiele für Crowdsourcing Projekte, Open Innovation / Social Networking Labs in der Autobranche. Egal wie man es nennt: Es geht um die Entwicklung von Autos der Zukunft, gemeinsam mit Auto-Fans. Bei deutschen Autoherstellern ist das Konzept noch relativ neu, zieht aber immer schneller immer weitere Kreise. Im Moment sieht es jedenfalls so aus: Die Zukunft des Autos basiert immer stärker auf „community generated ideas“. Bestes Beispiel: Das 1. Web 2.0 Auto „Rally Fighter“, entworfen und Mitte Mai 2010 gebaut von der 6.400 starken amerikanischen Community Local Motors, Kaufpreis: 50.000 Dollar. Aber zurück nach Deutschland.

BMW Crowdsourcing Projekt "Tomorrow's Urban Mobility Service". Mobiles Park-System PMUP "Pick me up please" gewinnt.

BMW Crowdsourcing Projekt „Tomorrow’s Urban Mobility Service“. Mobiles Park-System PMUP „Pick me up please“ gewinnt.

Car-Sharing & Mobile Park-Systeme gewinnen beim BMW Crowdsourcing Projekt

Anfang März 2010 hat z. B. BMW seinen langfristig und breit angelegten Group Idea Contest mit dem Projekt „Tomorrow’s Urban Mobility Services“ gestartet. In diesem ersten offenen Crowdsourcing Projekt waren Lösungen für die Mobilität von morgen gefragt. 497 Co-Creation Lab Mitglieder haben 300 Ideen rund um mobile Dienste für das Leben in Großstädten und Ballungszentren entwickelt und gemeinsam mit Verantwortlichen bei BMW und anderen Mitgliedern diskutiert und weiterentwickelt. Das Projekt war in die Kategorien allgemeine Mobilität, Parken, Elektroautos, Multimedia im Auto, Internet & Smartphones im Auto und sonstiges unterteilt. Gewonnen hat der Inder Venugopal Panicker mit seinem PMUP-Konzept, was für „Pick me up please“ steht. Das System soll Fußgängern via „Trip Cards“, die in Handys und Navis eingesetzt werden können, direkt von der Straße aus Mitfahrgelegenheiten vermitteln. Den 2. und 3. Platz bekamen Pedro Isusi aus Spanien für die Entwicklung eines „park-sharing-Programms“ und Stefanie Mainwaring aus den USA, die die Idee hatte, durch den Empfang von GPS-Signalen die Verfügbarkeit von Parkplätzen zu ermitteln. Der nächste Co-Creation Ideenwettbewerb wird sich um die „Individualisierung im Fahrzeuginterieur“ drehen und soll im August 2010 starten.

VW auf der Suche nach dem besten Infotainmentsystem im Auto

VW hat in der Community „App my ride“ von Anfang Mai bis Ende Juni 2010 nach den besten Infotainmentsystemen im Auto gesucht. 534 Mitglieder der App my ride Community haben in 2 Monaten 385 Ideen eingereicht und 96 Apps entwickelt. Die Sieger stehen am 18. August 2010 fest. Verlost werden Geld- und Sachpreise im Wert von 14.000 Euro. Und unter allen teilnehmenden Studenten werden Praktika in Tokio, Shanghai, Kalifornien oder Wolfsburg vergeben. Der Sieger von der app my ride ist außerdem bei der internationalen Fahrzeugpräsentation dabei.

Crowdsourcing Projekt von Fiat Brasilien: Making of Fiat Mio

Crowdsourcing Projekt von Fiat Brasilien: Making of Fiat Mio

Fiat Brasilien: Mio Community entwirft das Auto der Zukunft

Anders als die beiden deutschen Autohersteller BMW und VW geht Fiat andere Wege, man könnte auch sagen mindestens einen Schritt weiter, und lässt die Community am kompletten Autodesign und Marketing teilhaben. Schon Ende 2006 betrat Fiat zum Comeback des Fiat 500 das Produktdesign-Neuland Crowdsourcing. 1. Jahr lang durfte die Fiat Community bei „500 wants you“ in sog. Concept Labs über Farben, Ausstattungen, Design u. v. m. abstimmen. Im August 2009 hat Fiat Brasilien mit „Mio“ eine neue große Social Media Initiative gestartet. Mehr als 10.000 Leute aus 40 Ländern haben in mehreren Runden mehr als 7.000 Ideen und Vorschläge (u. a. Design, Bedienelemente, Marketing, Branding) diskutiert und weiterentwickelt. Das Ergebnis wird als Concept Car Fiat FCC III Ende Oktober / Anfang November 2010 auf der São Paulo International Motor Show vorgestellt. Bis dahin kann man den Fiat-Ingenieuren beim Making of Fiat Mio auf die Finger schauen.

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