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Frauen beim Einparken: Uni Bochum untersucht das weibliche Dilemma

27 Oktober 2010 Ein Kommentar Jana Henning

Ein neuer Fall von „typisch Frau am Steuer“: Die Psychologen der Ruhr-Universität Bochum (RUB) haben herausgefunden, warum Frauen (tatsächlich) schlecht einparken. Eine Untersuchung zum wohl ältesten Vorurteil seit Frauen Auto fahren. Nicht untersucht wurde, warum Männer nicht zuhören, wie der gleichnamige Bestseller von Allan & Barbara Pease heißt. Ich habe das Buch nicht gelesen, aber davon gehört, wie jeder. Vor allem, dass es um „ganz natürliche Erklärungen für eigentlich unerklärliche Schwächen“ geht. Schwächen wie die, dass Frauen nicht einparken können. Ich kann einparken. Natürlich, ich bin ja auch aus dem Osten. Denn Autofahrerinnen im und aus dem Osten fahren am besten Auto, sagt der Auto Club Europa (ACE).

Liebe Frauen, jetzt haben wir die höchst wissenschaftliche Bestätigung. Wir können nicht einparken, jedenfalls schlechter als Männer. Aber weil ich selbst gerne über Klischees stolpere und manche gerne freiwillig und unfreiwillig bediene, findet hier jetzt keine flammende Verteidigungsrede meinerseits zum Thema „Frauen und Autos“ / „Frauen und Einparken“ statt. Also mit Humor die Fakten auf den Tisch. Nein, vorher die Lösung auf Basis der Uni-Studie: Wer eine Parklücke nicht als Bedrohung, sondern als Herausforderung sieht, parkt besser ein. Da liegt der Hund begraben…

Genial eingeparkt. Ein- und Ausstieg durch die Heckklappe. Foto von Uwe Schubert aka Last Hero auf flickr.com

Genial eingeparkt. Ein- und Ausstieg durch die Heckklappe. Foto von Uwe Schubert aka Last Hero auf flickr.com

Bildnachweis: Foto von Uwe Schubert aka Last Hero auf flickr

Männer parken schneller & genauer ein, besonders seitlich

Die Doktorandin Claudia Wolf und ihr Psychologenteam von der Abteilung Biopsychologie an der Uni Bochum ließen 17 Fahranfänger und 48 erfahrene Autofahrer beim „Wer-kann-besser-einparken-Test“ antreten. Keiner der Probanden war mit dem Auto vertraut. Alle mussten das Auto sicher und schnell (sicherheitshalber zwischen zwei Schrottautos) einparken: Vorwärts, rückwärts, seitlich von links und von rechts. Die Männer und Frauen wurden aber nicht nur beim Akt des Einparkens selbst beobachtet, auch ihr räumliches Vorstellungsvermögen und ihre Selbsteinschätzung wurden dabei untersucht. Sieg nach Punkten in allen drei Kategorien für die Männer. Sie kommen nicht nur schneller in die Parklücke, sie treffen auch genauer, besonders seitlich.

Das „weibliche Dilemma“: Je negativer die Selbsteinschätzung, desto schlechter das Einparken

Frauen parken im Durchschnitt langsamer und ungenauer ein als Männer. Schuld am schlechten Einparken ist das negative Selbstbild der Frauen, sagen die Uni-ForscherInnen und nennen es „das weibliche Dilemma“. Je besser man sich also selbst einschätzt, desto besser ist man, auch beim Einparken. Mit einer Portion Selbtüberschätzung klappts dann noch besser. Vielleicht. Und da bin ich wieder bei den Klischees: Der gemeine Mann stapelt ja gerne hoch, nimmt Misserfolge sportlich und lässt sich davon nicht unterkriegen. Darum parken Männer besser ein. Frauen stapeln oft zu tief, lassen sich von Misserfolgen dann auch noch runterziehen. Darum parken Frauen schlechter ein. Ein Teufelskreis! Aber dafür gibt’s ja Park-Assistenten…

Wie das so ist mit Klischees. Sie werden auch bedient. Hier ein Video zum Thema, das ich ohne Ton empfehle.

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Ein Kommentar »

  • Kati Wilde sagte:

    Na, dass die Damen nur im deutschen Osten gut fahren und damit auch gut einparken können, halte ich aber für ein Gerücht. Natürlich stimmt es auch nicht, dass Männer die besseren Autofahrer sind. Sie fahren nur anders als Frauen.

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