Home » Allgemeine News der Autobranche, Ausstattung, Multimedia, Sonstiges aus der Autowelt

Wettkampf der Lotsen – Welche Navigationsgeräte sind eher zu empfehlen: Festeinbau oder Nachrüstlösung?

10 Januar 2011 Ein Kommentar Jana Henning

Navigationsgeräte gibt es bereits seit dem Zweiten Weltkrieg. Doch damals noch ausschließlich zur maritimen Navigation, sowie zur Unterstützung militärischer Luftfahrt eingesetzt, hat sich das Navi heute schon unlängst zum alltäglichen Begleiter auf deutschen und internationalen Straßen etabliert. Die Technologie steckt schon lange nicht mehr in den Kinderschuhen, und doch sind die qualitativen und – wortwörtlich – richtungsweisenden Unterschiede teils enorm. Eine essentielle Frage der Wahl ist nach wie vor, wenn nicht sogar heute mehr als noch früher, die nach dem Typ der bevorzugten Navigation: fest eingebautes System, oder doch lieber mobile Nachrüstung?

BMW ConnectedDrive: Fest eingebautes Kommunikations- und Infotainment-System mit Navigationsgerät und Fahrerassistenzsystemen

BMW ConnectedDrive: Fest eingebautes Kommunikations- und Infotainment-System mit Navigationsgerät und Fahrerassistenzsystemen

Der erste große Unterschied findet sich natürlich bereits bei der Bezeichnung selbst: ein fest eingebautes Navigationsgerät ist eben, wie der Name schon sagt, von Werk aus fest eingebaut, während die Nachrüstlösung den Vorteil bietet, nicht nur an ein einziges Fahrzeug gebunden zu sein. Wirklich wichtig aber ist es doch, dass unser Navi uns zuverlässig und sicher an den Ort bringt, an den wir wollen. Und hier können selbst minimale Unterschiede, besonders bei Vielfahrern, deutlich in Sachen Zeit und Geld, nebst Nerven zu Buche schlagen. Der wichtigste Aspekt ist somit die Aktualität der Karten, nach denen das Gerät uns navigiert. Grundsätzlich hängt diese Aktualität auch viel vom Benutzer ab, und davon wie häufig er seine Navigation einem Update unterzieht. Ein Akt, der bei fest eingebauten Geräten nicht selten komplizierter ist als bei der mobilen Lösung, denn letztere kann zumeist bequem per Internet aktualisiert werden. Einbaugeräte hingegen werden vorwiegend über eine CD auf den neuesten Stand gebracht. In der Praxis, was den Aufwand angeht, kaum ein Unterschied, doch ist man beim Einbaugerät vom Erscheinungszyklus durch den Automobilhersteller abhängig, und damit auch von dessen Preisvorstellung, während das Internet in der Regel doch deutlich schneller und flexibler agiert und reagiert. Und werden die Karten einem zu teuer, kann man immer noch das Gerät wechseln – absolut unmöglich jedoch bei der eingebauten Navigation.

Pluspunkt für die Nachrüstlösung?
Bedingt. Denn die aktuellste Karte nützt dem Fahrer nichts, wenn er Details auf dem Bildschirm nicht erkennen kann – vermutlich die größte Schwachstelle der Nachrüstlösung, da diese meist deutlich kleiner im Bildschirm ausfällt. Je weitläufiger die Ansicht werden soll, also je weiter herausgezoomt wird, desto kleiner erscheinen wichtige Angelpunkte, Ausfahrten und Co. Gerade die eingebaute Navigation der eher gehobeneren Autoklasse gestaltet sich hier meist deutlich komfortabler, übersichtlicher und schöner anzusehen. Und auch die Bedienung ist häufig besser.

ADAC Navitest 2010: Testsieger TomTom Go Live 1000

ADAC Navitest 2010: Testsieger TomTom Go Live 1000

Definitiv von Vorteil ist der Preis der Nachrüstung, die nicht selten gut 1/10 günstiger ausfällt als eine serienmäßige Installation. Wobei den High-Class-Fahrer dieser Aufpreis wohl eher weniger stören dürfte – für die breite Masse ist eine Nachrüstlösung jedoch ganz klar erschwinglicher und praktikabler. TomTom und Co. versagen jedoch dann, wenn es in Regionen geht, die schlecht an das Funknetz und andere Übertragungsmöglichkeiten angebunden sind, vorzugsweise in Tunnels. Hier greifen besonders hochpreisige Modelle mit Einbaugeräten auf einfachere Technik zurück: das Navi erkennt den eigenen Standort notfalls nämlich auch recht gut an der Reifenumdrehung, also somit an der Berechnung von Geschwindigkeit vs. Strecke, und findet sich daher notfalls auch dort zurecht wo Funk, GPS und Co. keinen Zugang haben.

Unterm Strich entscheidet sich die Frage, welche Lösung der Navigation besser sei, wohl am Geldbeutel der Verbraucher. Vor- und Nachteile bringen jedoch beide mit.

Gefällt Dir? Teile und Bookmarke:
  • Print
  • Digg
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Twitter
  • Google Bookmarks
  • FriendFeed
  • MisterWong.DE
  • Posterous
  • Reddit
  • Webnews.de
  • Wikio
  • Yigg
  • Add to favorites
  • Google Buzz
  • LinkedIn
  • MisterWong

Ein Kommentar »

  • Bulli sagte:

    Wenn man nicht ständig ein Navigationsgerät braucht ist das tragbare oder nachgerüstete schon praktischer,das kann beqem im Handschuhfach übernachten und wenn es gebraucht wird einfach an die Scheibe beppen,die sind in der Regel auch günstiger,so ein festes Navi kann schnell teuer werden,wenn z.B.der Rechner futsch ist oder so.

Meinungen, Diskussionen, Kommentare

Hinterlassen sie ein Kommentar oder einen Trackback von Ihrer Seite. Sie können auch die Kommentare über RSS abonieren.

Bitte beziehen sie sich aufs Thema und posten Sie keinen Spam.

Sie können diese Tags verwenden:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Dieser Blog unterstützt Gravatar. Einen eigenen Gravatar erstellen bei Gravatar.com.