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5 Fragen an Auto-Blogger: Andreas Burkert von modern-mobil.de

21 März 2011 Ein Kommentar Jana Henning

Die Zukunft gehört den Elektroautos und Hybrid-Fahrzeugen, daran gibt es in der Autobranche keinen Zweifel mehr. Und um alternative Antriebe geht es heute im Interview mit Andreas Burkert, unser heutiger Neuzugang in der Rubrik „5 Fragen an Auto-Blogger“. Er arbeitet seit mehr als zehn Jahre in der Automobilbranche und jetzt auch für modern-mobil.de, einem neuen Portal rund um das Thema sparsame und alternative Autos. Schwerpunkt ist eine „Aufklärung im Sinne moderner Mobilität“. Denn wenn Andreas Burkert beim Thema Elektroautos & Co. etwas stört, dann sind es Werbekampagnen, die den Eindruck vermitteln, dass Elektroautos schon heute für jeden verfügbar sind und das Laden der Fahrzeuge nur eine Zigarettenlänge benötigt.

Portal für Moderne Mobilität - modern-mobil.de

Portal für Moderne Mobilität – modern-mobil.de

1. Wann und mit welchem Anspruch ging modern-mobil.de an den Start? Was ist Euer Ziel und wen wollt Ihr ansprechen?

Die Kriterien bezahlbare Mobilität, ökologische und soziale Nachhaltigkeit sind die Messlatte unserer Arbeit auf modern-mobil.de.  Gegründet wurde das Portal im Oktober 2010 vor dem Hintergrund neuester Umfragen, wonach jeder fünfte Bundesbürger sich vorstellen könnte, ein Elektroauto zu kaufen. Genau diese Leute wollen wir mit News, Interviews, Hintergrund- und Fahrberichten bei der Kaufentscheidung unterstützen.

Angefangen von konventionellen Fahrzeugen mit besonderen Spritspartechniken wie etwa Mild-Hybrid-Systemen, Start-Stop-Automatik oder modernen Abgasreinigungssystemen, bis hin zu alternativ angetriebenen Fahrzeugen mit Autogas (LPG), Erdgas (CNG), Biokraftstoff wie Bioethanol, BTL, Pflanzenöl oder Wasserstoff. Ein großer Bereich befasst sich mit der Elektromobilität. Dazu gehören auch Elektro-Fahrräder und -Roller.

2. Wer steht hinter modern-mobil.de? Wie viele Mitarbeiter arbeiten an dem Projekt und was treibt Euch an?

Hinter modern-mobil.de steht die F.G.H. Mediawerk GmbH aus Regensburg.  Es zeigt sich, dass viele Kunden beim Neuwagenkauf künftig besonderen Wert auf Sparsamkeit und Emissionsarmut. Mit modern-mobil.de wollen wir dem Kunden einen Überblick über das immer umfangreicher werdende Angebot geben. Wir schauen genau hin, was der Markt dem Verbraucher anbietet und bewerten dies unabhängig.

 

Toyota Auris Hybrid. Platz 1 der umweltfreundlichsten Autos 2010. Quelle: VCD Auto-Umweltliste 2010/2011

3. Glaubt man den Umfragen, existiert eine hohe Kaufbereitschaft für Elektroautos. Was muss Eurer Meinung nach passieren, damit es nicht allein beim Interesse an alternativen Fahrzeugen bleibt, sondern Elektroautos und Hybrid-Fahrzeuge auch wirklich gekauft werden?

Die Umfragen zur Kaufbereitschaft für Elektroautos sind eher das Ergebnis einer Glaskugelhellseherei als das einer seriösen Studie. Es werden Fragen nach möglichen Produkten gestellt, die es heute in der gewünschten Form nicht gibt. Deshalb outen sich viele Befragte als potentielle Elektroautokäufer, obwohl ihnen kaum bewusst ist, dass diese Autos dann mehr Kosten als erwartet, weniger Komfort bieten als gewünscht und sonst noch in vielerlei Hinsicht den Ansprüchen nicht genügen.

Die Elektromobilität wird erst dann auf eine breite Akzeptanz stoßen, wenn es zur gewohnten Mobilität keine Unterschiede mehr gibt. Ein höherer Preis wird nur dann akzeptiert wenn es einen spürbaren Vorteil gegenüber herkömmlicher Mobilität gibt – etwa durch Sonderparkplätze, Steuerentlastung et cetera.

4. Das Jahr 2020 ist ein magisches Jahr in der Autobranche. Bis 2020 sollen 1 Million Elektroautos in Deutschland verkauft werden, haben sich die Experten auf der am 3. Mai 2010 gegründeten “Nationalen Plattform Elektromobilität” (NPE) fest vorgenommen. Ist das Ziel realistisch?

Das Ziel ist realistisch. Allerdings werden die meisten Elektroautos an Fuhrparkbetreiber, Leasing- und Car-Sharing-Unternehmen gehen. Es wäre deshalb dringend notwendig eine Zahl festzulegen, die den privaten Absatz von Elektroautos regelt.

 

Skala Energieverbrauch für Elektrogeräge: Vorlage für Neuwagen Klima-Skala

5. Die geplante Klima-Skala für Neuwagen mit 7 Energie-Effizienzstufen (von A wie “sehr sparsam” bis G wie “wenig sparsam”) soll Autokäufern helfen, sich einen besseren Überblick über das Angebot an “umweltfreundlichen” Neuwagen zu verschaffen. Und sie soll Autohersteller anspornen, ihre Autos noch wirtschaftlicher zu bauen. Was haltet Ihr davon?

Das Einführen der Effizienzstufen ist ein erster Schritt, den Blick der Verbraucher zu schärfen. Allerdings sollten in diesem Fall zumindest die Vorschläge des VCD umgesetzt werden, weil sonst bereits nach kurzer Zeit fast alle Fahrzeug die Bestnote erhalten. Darüber hinaus halte ich eine Kennzeichnung für sinnvoll, die die gesamte Wertschöpfungskette mit einbezieht.

Herzlichen Dank an Andreas Burkert und mehr Informationen zur Klima-Skala für Neuwagen – Ein Modell in der Kritik haben wir Anfang August 2011 veröffentlicht. Im Artikel ein Interview mit Michael Müller-Görnert, Referent für Verkehrspolitik beim Verkehrsclub Deutschland (VCD).

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Ein Kommentar »

  • Thomas Endriß sagte:

    Sehr geehrte Frau Henning, sehr geehrter Herr Burkert,

    nachdem sich die Bundesregierung immer noch Zeit lässt eine Effiziensskala einzuführen, haben wir diesen Schritt bereits getan. Auf http://www.gruenskala.de kann der interessierte Autofahrer die Energieeffizienz seines aktuellen oder seines zukünftigen Fahrzeugs abrufen und direkt mit anderen Autos vergleichen.

    Beste Grüße,
    Thomas Endriß

    http://www.gruenskala.de

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