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Autokindersitz-Test 2011: ADAC Testsieger Römer Baby-Safe Plus II SHR

23 Mai 2011 6 Kommentare Jana Henning

Der ADAC und die Stiftung Warentest haben im Autokindersitz-Test 2011 insgesamt 28 Kindersitze für Babys, Kleinkinder und Schulkinder getestet. Der Autokindersitz-Testsieger 2011 ist der Römer Baby-Safe Plus II SHR mit Isofix Base für Kinder bis 13 Kilogramm. Er schnitt in allen Kategorien (Sicherheit, Bedienung, Material, Ergonomie und Schadstoffbelastung) mit „sehr gut“ und der Gesamtnote 1,4 ab. Insgesamt bekamen im ADAC-Test 15 Autokindersitze die Note „gut“, sechs ein „befriedigend“ und einer ein „ausreichend“.

ADAC Autokindersitz Testsieger 2011: Römer BabySafe Plus II SHR mit Base bekommt die Note 1,4 und sehr gute Noten in allen Kategorien.

ADAC Autokindersitz Testsieger 2011: Römer BabySafe Plus II SHR mit Base bekommt die Note 1,4 und sehr gute Noten in allen Kategorien.

Achtung: Giftige Weichmacher in Autokindersitzen
Neben den bewährten Kategorien Sicherheit, Bedienung / Montage, Reinigung / Verarbeitung des Materials wurden alle Autokindersitze in diesem Jahr neu in Bezug auf Ergonomie und Belastung durch Schadstoffe im Kindersitz untersucht. Zwei der getesteten Kindersitze wiesen zum Beispiel einen deutlich zu hohen Phthalat DEHP Gehalt auf. Phthalate werden als Weichmacher für Kunststoffe verwendet und sind wegen ihrer Ausdünstungen giftig für den Körper und die Umwelt. Darauf sollten Eltern beim Kauf von Autokindersitzen achten, mehr Tipps dazu und zum Thema „Autokindersitze günstig kaufen“ findet Ihr bei sparbaby.de. Die Schadstoffbelastung beim Autokindersitz Phil & Teds Tott-XT für Kinder von 9 – 36 kg und beim Autokindersitz Brevi Oki b.fix für Kinder von 15 – 36 kg liegt deutlich über der Schadstoffgrenze in Kinderspielzeugen. Im ADAC Autokindersitztest gab es für diese beiden Sitze ein „mangelhaft“ und die Gesamtnote 5,5. „Sicher können Kinder in diesen Sitzen nicht transportiert werden.“, lautet das Fazit des ADAC.

Autokindersitz Phil Teds Tott XTR: Mangelhaft wegen hoher Schadstoffbelastung und schlechter Sicherheit im ADAC-Test 2011

Autokindersitz Phil Teds Tott XTR: Mangelhaft wegen hoher Schadstoffbelastung und schlechter Sicherheit im ADAC-Test 2011

Fünf mangelhalfte Autokindersitze im ADAC-Test 2011
Neben diesen beiden Autokindersitzen wurden drei weitere als „mangelhaft“ eingestuft und bekamen die Note 5,5. So gab es schlechte Noten in Bezug auf die Sicherheit für die Autokindersitze Casualplay Fix QR mit und ohne Fußstütze sowie den Graco Junior Maxi. Bereits im Autokindersitz-Test 2010 gehörte ein Kindersitz von Casualplay (der PrimaFIX für Kinder bis 10 kg) wegen der zu aufwendigen Bedienung / Montage und schlechter Werte im Crashtest zu den Verlierern.

ADAC Autokindersitz-Test 2011: Übersicht der Testsieger und Verlierer

ADAC Autokindersitz-Test 2011: Übersicht der Testsieger und Verlierer

Sehr gute Sicherheit beim Großteil der Autokindersitze
Der ADAC Autokindersitz-Test 2011 bescheinigt aber dem Großteil der getesteten Sitze eine sehr gute Sicherheit. Im Crashtest schnitten 13 Autokindersitze beim Frontalaufprall mit „gut“ bis „sehr gut“ ab, beim Seitenaufprall waren es sogar 19 Kindersitze. In Bezug auf die Sicherheit rät der ADAC: „Wer sein Kind sicher transportieren möchte, sollte beim Kindersitzkauf darauf achten, dass dieser über eine Rückenstütze verfügt. Ohne diese zusätzliche Stütze kann beispielsweise ein Seitenaufprall schwerwiegende Folgen haben. Denn ein Airbag allein kann das Kind nicht ausreichend schützen.“

Familienauto-Checkliste: Sicherheit im Auto
Bei der Suche nach dem perfekten Familienauto spielen viele Kriterien eine wichtige Rolle. Die Ausstattung, der Komfort und vor allem die Sicherheit. Hier eine kleine Checkliste, worauf Eltern beim beim Kauf eines Familienautos achten sollten:

  • Airbags: Wie viele Airbags gehören zur serienmäßigen Ausstattung? Kopf- und Seitenairbags für die Rücksitze? Lässt sich der Beifahrer-Airbag abschalten, damit die Babyschale auch auf dem Beifahrersitz transportiert werden kann?
  • Kindersitze: Gehört das Kinderbefestigungssystem ISOFIX (eine genormte feste Verankerung für Kindersitze, um Bedienungsfehler beim Einbauen von Kindersitzen im Auto zu verhindern und die Sicherheit zu erhöhen) zur serienmäßigen Ausstattung? Lassen sich bereits vorhandene Kindersitze integrieren? Heute sind Kindersitze entweder „universal“ zugelassen und können damit in verschiedene Autos eingebaut werden. Oder sie haben eine „fahrzeugspezifische“ Zulassung und kommen nicht für jedes Auto infrage. Darauf müssen Eltern achten, wenn sie einen neuen Autokindersitz kaufen.
  • Sicherheitssystem: Muss der wichtige Schleuderschutz ESP (Elektronisches Stabilitätsprogramm) als Sonderausstattung gegen Aufpreis bestellt werden oder gehört er zur serienmäßigen Ausstattung? Welche aktiven und passiven Sicherheitssysteme gehören außerdem zum serienmäßigen Umfang?
  • Kindersicherung: Sind die Fensterheber mit einem Einklemmschutz ausgerüstet? Haben die Türen eine eingebaute Kindersicherung?

Quelle: ADAC Autokindersitztest 2011.

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6 Kommentare »

  • Sarah sagte:

    Erschreckend zu sehen, dass man ewig einen Kindersitz benutzt, der ABSOLUT durchgefallen ist…
    Bei den ganzen Testergebnissen drehe ich auch langsam durch!

    Habe zumindest eine vertrauenswürdige Kindersitz Seite ausfindig machen können…

    http://www.kindersitz-vergleich.de/autokindersitz_test.html

    … und der Römer Baby-Safe Plus II SHR wird nun auch gekauft!

  • Holger sagte:

    Wenn die getesteten Kindersitze tatsächlich eine so hohe Belastung an giftigen Schadstoffen enthalten … wie kommt es, das diese dann überhaupt verkauft werden dürfen. Klingt sehr dubios für mich, gibt es da keine vernünftigen Richtlinien?!

  • Rella sagte:

    Nee, irgendwie nicht. 2007 hat die EU diese Weichmacher in Kinderspielzeug verboten. Aber alle anderen Plastiksachen, mit denen sie in Berührung kommen können, müssen diese Vorschriften nicht einhalten. Das gilt aber nicht nur für Kindersitze, sondern auch andere Kunststoffutensilien, auf denen Kinder rumkauen könnten… Ein ganz großes Manko sind hier beispielsweise Plastikflaschen. Kinder sollten lieber aus Gläsern oder Bechern trinken. Und was ist mit Shampo-Flaschen und Fernbedienungen? Kinder nehmen alles in den Mund. Eigentlich müsste man im Kinderhaushalt alle Plastik verbannen.

  • Patrick sagte:

    Hallo zusammen,

    der Bericht vom ADAC ist sehr informativ und wirklich nützlich.
    Leider fehlen mir persönlich ein paar Infos zu den Normen, Gruppen und ECE Prüfplaketten!

    Wer sich darüber Informieren möchte findet auf Vergleichsheld.de ein ebenfalls informativen Bericht und natürlich auch einige „Vergleiche“.

    Zum Bericht: http://www.vergleichsheld.de/artikel/117/Autokindersitze-fuer-jedes-Kind-den-richtigen-Autositz.html

    Beste Grüße,
    Patrick

  • Jana Henning (author) sagte:

    Hallo Patrik – vielen Dank für den Link! Die Übersicht ist sehr hilfreich! VG Jana

  • Markus sagte:

    Ich habe mich aufgrund der sehr guten Testergebnisse zum Kauf eines Römer Baby-Safe plus II SHR entschieden. Von der Handhabung in Verbindung mit dem Isofix war dieser auch anfangs sehr gut.

    Wie dieser Sitz allerdings als Testsieger gewertet werden konnte, ist mir ein völliges Rätsel: Bereits nach wenigen Wochen brach der Tragebügel, immerhin ein sicherheitsrelevantes Bauteil. Bei fast jedem Internethändler mit Bewertungsmöglichkeit sind inzwischen äußerst schlechte Bewertungen für diesen Sitz aufgeführt, welche die Vermutung nahe legen, dass ein Bruch des Tragegriffs bei diesem Modell eher die Regel als die Ausnahme zu sein scheint, somit konstruktionsbedingt ist.

    Händler und Hersteller berufen sich im Schadensfall übrigens auf Nachbessererung, d.h. Reparatur durch den Hersteller, so dass man wochenlang auf den Sitz verzichten muss. Wir waren daher gezwungen, zsätzlich ein Modell eines anderen Herstellers zu erwerben.

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