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SUVs in Zahlen und die Frage, Familienauto ja oder nein?

25 Mai 2011 3 Kommentare Jana Henning

Wie letzte Woche beim Ergebnis zum Kombi-Vergleich in unserer Blogserie Familienauto angekündigt, heute der Schwenk vom Klassiker Kombi zum Newcomer SUV. Warum SUV und nicht Familienvan? Das SUV (Sports Utility Vehicle) liegt bei Eltern als sportliche Familienauto-Alternative hoch im Kurs. Und das nicht nur gefühlt, die Zahlen liefern den Beweis:

  • Zulassungszahlen SUV 2010: 295.254 Fahrzeuge
  • Steigerung der SUV-Zulassungszahlen von 2009 zu 2010: 20,61%
  • SUV = wachstumsstärkste Fahrzeugklasse nach Zulassungszahlen 2010
  • SUV-Preisvergleiche bei MeinAuto.de 2010: 1,4 Millionen und damit Platz 1
  • Verdoppelung der Nachfrage von 2009 zu 2010: 136% mehr SUV-Preisvergleiche
  • SUV = erfolgreichste Fahrzeugklasse beim Autokauf im Internet
SUV Nissan Qashqai: Mit 187.189 Preisvergleichen 2010 auf Platz 2 der beliebtesten Modelle beim Autokauf im Internet.

SUV Nissan Qashqai: Mit 187.189 Preisvergleichen 2010 auf Platz 2 der beliebtesten Modelle beim Autokauf im Internet.

Fakt ist auch, das SUV hat seinen Ursprung in den USA und 1995 schwappte das Konzept „Sportlicher Geländewagen für die Straße“ oder wie es VW zum Verkaufsstart des neuen Kompakt-SUV Tiguan formuliert „Allrounder mit Nehmerqualitäten“ nach Deutschland rüber. Ein Ende des Booms ist nicht in Sicht, im Gegenteil. Seit 2003 geht es für den Scenester des deutschen Automarktes (4,9% Marktanteil 2003) steil bergauf. 2009 lag der Marktanteil bei 7,3% und für 2011 wird ein Marktanteil von 11,5% prognostiziert.

Kein Wunder, inzwischen hat fast jede Automarke ein SUV im Programm und immer mehr kommen dazu. Zu den SUV-Neuheiten 2011 gehören der überarbeitete VW Tiguan, der neue Audi Q3, der Mazda CX-5 und der Range Rover Evoque. BMW ist auch in der Familienplanung, 2013 soll das kleine kompakte SUV BMW X0 auf den Markt kommen. Das Kraftfahrt-Bundesamt hat für 2010 insgesamt 72 verschiedene SUVs aufgelistet. Im Vergleich dazu waren es nur 42 Familienvans, 38 Mittelklasse-Fahrzeuge und 23 Modelle in der Oberklasse.

Ein von den Automarken hausgemachter SUV-Boom also? Wie man’s nimmt. Die Nachfrage hat das Angebot bestimmt und das inszwischen sehr große SUV-Angebot hat natürlich Einfluss auf die Nachfrage! Uns geht es auch gar nicht um die berühmt „Henne-Ei-Frage“, sondern um die Frage, was an den SUVs als Familienauto dran ist. Fragt man in die Runde, wird vor allem die erhöhte Sitzposition und der damit verbundene bessere Überblick über die Straße geschätzt. Im gleichen Atemzug wird der schicke sportliche Auftritt genannt. Dazu kommt ein Trend zu kleineren, kompakten SUVs mit einem geringeren Verbrauch als beim großen Bruder Geländewagen. Denn neben Sicherheit und Komfort ist der Verbrauch beim Autokauf eines der wichtigsten Kriterien.

Das alles wird uns in den nächsten Wochen in der Familienauto-Serie beschäftigen. Wir werden die neuen SUVs wie den VW Tiguan und den Audi Q3 sowie die bereits auf dem Markt erhältlichen Topseller Nissan Qashqai und Kia Sportage mit den „MeinAuto.de Family Stars“ in den vier Kategorien Sicherheit, Flexibilität, Dynamik und Kosten bewerten. Bevor es richtig losgeht, die Frage an Euch:

Ist ein SUV ein Familienauto?

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Hier noch eine Übersicht zu Familienautos in allen Fahrzeugklassen und die

Top 10 der meistverkauften SUVs in Deutschland

ModellGünstigstes Modell / LeistungListenpreis
Volkswagen Tiguan
1.4 TSI BlueMotion / 90 kW (122 PS) ab 24.175 Euro Listenpreis, mehr Informationen und VW Tiguan konfigurieren
BMW X1
sDrive 18i / 110 kW (150 PS)ab 27.600 Euro Listenpreis, mehr Informationen und BMW X1 konfigurieren
Audi Q5
2.0 TDI / 105 kW (143 PS)ab 36.800,00 Euro Listenpreis, mehr Informationen und Audi Q5 konfigurieren
Nissan Qashqai
1.6 l Benziner / 86 kW (117 PS)ab 19.590 Euro Listenpreis, mehr Informationen und Nissan Qashqai konfigurieren
Ford Kuga
2.0 l TDCi / 103 kW (140 Ps)ab 27.250 Euro Listenpreis, mehr Informationen und Ford Kuga konfigurieren
Skoda Yeti
1.2 l TSI / 77 kW (105 PS)ab 18.300 Euro Listenpreis, mehr Informationen und Skoda Yeti konfigurieren
Mercedes GLK
200 CDI BlueEFFICIENCY / 105 kW (143 PS)ab 35.462 Euro Listenpreis, mehr Informationen und Mercedes GLK konfigurieren
BMW X5
xDrive 30d / 180 kW (245 PS)ab 54.500 Euro Listenpreis, mehr Informationen und BMW X5 konfigurieren
Hyundai ix35
1.6 l Benziner / 99 kW (135 PS)ab 20.390 Euro Listenpreis, mehr Informationen und Hyundai ix35 konfigurieren
BMW X3
xDrive 20d / 135 kW (184 PS)ab 39.400 Euro Listenpreis, mehr Informationen und BMW X3 konfigurieren

 

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3 Kommentare »

  • Janes sagte:

    Also SUVs als Familien anzupreisen, finde ich wirklich eine Verdrehung der Tatsachen. Hier geht es doch um Prestigeobjektie Natürlich Übersichtlichkeit, Sicherheit, und Platz sind wichtige Faktoren. Aber nach den Kategorien könnte man auch einen Hummer kaufen. Außerdem würde der mehr kosten und die Nachbarn würden staunen. Es geht schlicht und einfach ums Protzen. Der Faktor Preis spielt zwar für viele Familien eine wichtige Rolle. Hier wird aber völlig vernachlässigt. Außerdem ist die Energiebilanz nicht wirklich positiv, obwohl das natürlich nicht entscheidend für die Frage nach der Familientauglichkeit ist.

  • Jana Henning (author) sagte:

    Vielen Dank Janes für Deinen Kommentar. Mir geht es wie Dir, ich frage mich – und darum auch in die Runde allgemein – Sind SUVs Familienautos? Beim Blick auf die Straße sieht es fast danach aus…

    Meiner Meinung nach ist die Energiebilanz eines Fahrzeugs immer wichtig, Familienauto hin oder her. Im letzen Jahr waren das die Top 5 Kriterien beim Autokauf [Basis: Umfrage der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena)]:

    Kraftstoffverbrauch: 95 % der Befragten
    Anschaffungspreis: 93 % der Befragten
    CO2-Ausstoß: 83 % der Befragten
    Höhe der KFZ-Steuer: 72 % der Befragten
    Größe des Autos: 69 % der Befragten

    Beste Grüße,
    Jana

  • Gerald sagte:

    Ich stehe auch vor der Frage, ob ich mir einen SUV als neues Auto zulege.
    Meine 3 Kinder sind nun groß (18 /16 /13 Jahre) und ich bin 10 Jahre einen Galaxy gefahren.

    Am liebsten hätten wir einen Multivan, wegen der Variabilität und des Platzes. Aber hier ist mir der Anschaffungspreis und der Spritverbrauch zu hoch.

    Einen Sharan mag ich eigendlich nicht mehr haben wollen (meine Frau wegen des Kofferraumes schon).

    Ich möchte einen 1600 kg Wohnwagen ziehen und geügend Gepäck mit in den Urlaub nehmen können.
    Da kam dann z.B. ein Skoda Superb oder auch die SUVs in Frage.
    Der Spritverbrauch z.B. beim Tiguan Blue Motion mit 2wd finde ich jetzt nicht so dramatisch (Hersteller Angabe 5,3l) , dass man die SUV alle über den „Sprit Verbrauch Teufel“ Kamm scheren sollte.

    Mit 170PS, DGS und 4WD sieht das ganze dann natürlich schon anders aus.

    Gerade die Frage, ob ein SUV Familientauglich ist hat mich zu diesem Blog geführt.

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