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Familienauto: Nissan SUV Qashqai im Test

29 Juni 2011 3 Kommentare Jana Henning

Die Zahl des Tages heute: 1 Million Nissan Qashqai! Grund genug, den SUV-Test in der Blogserie Familienauto mit dem weltweit beliebten Nissan SUV fortzuführen. Das Kompakt-SUV Qashqai bringt es bei 4,33 m Länge, 1,78 m Breite und 1,60 m Höhe auf 410 Liter Kofferraumvolumen, bei umgeklappten Rücksitzen sind es maximal 1.513 Liter Kofferraumvolumen. Ist das familientauglich? Sieht jedenfalls danach aus.

410 Liter Kofferraumvolumen im Nissan Qashqai bei 4,33 m Länge

410 Liter Kofferraumvolumen im Nissan Qashqai bei 4,33 m Länge

Im SUV-Vergleich mit dem Konkurrenten Tiguan muss sich der Qashqai beim Kofferraumvolumen hinten anstellen. Die Maße des VW SUV (4,43 m Länge, 1,81 m Breite, 1,70 m Höhe) lassen Platz für 470 Liter Kofferraumvolumen und maximal 1.510. Zur Verdeutlichung für alle, die wie die Meisten auf der Suche nach dem besten Familienauto besonders genau auf das Kofferraumvolumen achten: In den Tiguan gehen standardmäßig zwei Wasserkästen mehr rein.

Das Ende des großen Kofferraums im Familienauto?

Beide Modelle gehören zur immer beliebteren Fahrzeugklasse SUV. Auch bei Familien, die den Klassiker Kombi mit steigendem Interesse lieber vom Rückspiegel aus betrachten. So scheint es. An der Größe des Kofferraums kann es nicht liegen, denn ein Kompaktklasse-Kombi hat mit durchschnittlich 500 Litern eindeutig bessere Lademeister-Qualitäten. Braucht die junge Elterngeneration auch Dank immer platzsparender zusammenklappbarer Kinderwagen einfach nicht mehr so viel Platz im Kofferraum? Ich weiß es nicht. Nur so viel, trotz Familie fahre auch ich keinen Kombi. Mir reicht ein Coupé. Genug mit den Spekulationen. Harte Fakten auf den Tisch.

Beim Autokauf im Internet ist jeder 5. Neuwagen ein SUV

Sportliche Opitik und gutes Sicherheitsgefühl dank hoher Sitzposition im Kompakt-SUV Nissan Qashqai

Sportliche Opitik und gutes Sicherheitsgefühl dank hoher Sitzposition im Kompakt-SUV Nissan Qashqai

2010 wurden allein bei MeinAuto.de 1,4 Millionen Preisvergleiche für SUV-Modelle durchgeführt. Tendenz steigend, kein Ende des Nachfrage-Booms in Sicht. Besonders als Familienauto sind die sportlichen Geländewagen gefragt und machen den Kombis ernste Konkurrenz. Was das mit dem Nissan SUV Qashqai zu tun hat? Der Qashqai liegt im 1. Quartal 2011 mit 23 Prozent Marktanteil auf Platz 2 in den Top 15 Modellen im Internet. Auf dem gesamten Automarkt steht Nissans Bestseller mit 24,4 Prozent Marktanteil im 1. Quartal 2011 noch etwas besser da, belegt der aktuelle Neuwagen Markt Report Q1.

Ich bin absolut kein Zahlen-Freak, auch wenn das hier so aussieht. Schon gar nicht, wenn ich ein Auto „gut“ finde, oder eben auch nicht. Wen interessieren da Verkaufszahlen? Euch? Wenn schon – wo doch der Autokauf zu 70 Prozent eine rein emotionale Entscheidung sein soll – dann zählen Leistung, der Verbrauch und beim Familienauto immer auch das Kofferraumvolumen. Ganz einfach die technischen Daten. Und am besten im direkten Vergleich zu anderen Fahrzeugen im Segment. Bei uns heißt das heute im SUV-Vergleich. Denn nach dem Testergebnis zum VW Tiguan dreht es sich ab sofort und in der nächsten Woche um den Nissan Qashqai in unserer Familienauto-Blogserie, Schwerpunkt SUV.

Interieur im Nissan SUV Qashqai

Interieur im Nissan SUV Qashqai

Das heißt, nach Deutschlands SUV-Liebling Tiguan machen wir im Familienauto-SUV-Vergleich mit dem zweitbeliebtesten Modell beim Autokauf im Internet weiter. Immer schön der Reihe nach also, es folgen noch der KIA Sportage, der Hyundai ix35, der Ford Kuga und das neue Audi SUV Q3.

Erfolgsgeheimnis des kompakten Qashqai ist seine sportliche Optik und die hohe Sitzposition für ein leichteres Einsteigen und eine gute Übersicht über die Straße. Das gilt für alle SUVs. Der Qashqai wird als 5-Sitzer mit 4,33 m Länge, 1,78 m Breite und 1,615 m Höhe verkauft. Der große Bruder Qashqai+2 ist ein 7-Sitzer mit 4,54 m Länge, 1,78 m Breite und 1,645 m Höhe). Beide Nissan SUVs bekamen Anfang 2010 ein Facelift, außen wurden der Kühlergrill, die Kotflügel und die Motorhaube optisch überarbeitet.

Nissan Qashqai: SUV Für Großstadt-Nomaden

Die Herkunft des Namens Qashqai – Nomadenstamm im Iran – spielt auf die Reisetauglichkeit des Nissan SUV an. Lange Strecken, evtl. über Stock und Stein? Kein Problem für den Qashqai. Ein Auto, gebaut für den Großstadt-Nomaden, auch Pendler genannt, oder eben für Familien, die auf ihren Urlaubsreisen, bei Ausflügen mit Kindern oder einfach im Alltag Platz und Komfort in der Kompaktklasse wollen. Das kann auch ein Kombi? Die hohe Sitzposition im SUV und die sportlich-robuste Optik, das Gefühl, man könnte überall fahren (im neuen Tiguan TV-Spot treffend umgesetzt), machen SUVs zu einer Familienauto-Alternative.

Sicherheit: Umfangreiche serienmäßige Ausstattung

Bleiben wir bei der Sicherheit. Denn „sicher“ ist neben „praktisch“ und „günstig“ das wichtigste Kriterium, das ein Familienauto laut unserer Blogumfrage erfüllen soll. Alle diese Merkmale werden im Nissan Qashqai SUV-Test bewertet und am Ende in MeinAuto.de Family Stars für die Sicherheit, Flexibilität, Dynamik und Kosten ausgedrückt.

Rücksitze im Nissan Qashqai geteilt umklappbar

Rücksitze im Nissan Qashqai geteilt umklappbar

Der Nissan Qashqai hat eine sehr umfangreiche serienmäßige Sicherheitsausstattung schon ab der Basis-Ausstattung VISIA an Bord. Dazu gehört unter anderem:

  • Fahrerairbag und Beifahrerairbag 2stufig auslösend (Beifahrerairbag abschaltbar)
  • Seitenairbags und Kopfairbags vorne
  • Anti-Blockiersystem (ABS) mit elektronischer Bremskraftverteilung (EBD)
  • Dreipunkt-Sicherheitsgurte auf allen Plätzen
  • Elektronisches Stabilitätsprogramm ESP (inkl. Sperrdifferenzial durch Bremseingriff), abschaltbar
  • ISOFIX-Kindersitz-Befestigungspunkte hinten
  • Kindersicherung an den hinteren Türen
  • Warnsignal für nicht ausgeschaltetes Licht
  • Akustisches Warnsignal für nicht angelegte Sicherheitsgurte vorne
  • Warnlampe für nicht angelegte Sicherheitsgurte hinten

Im direkten SUV-Vergleich in Bezug auf die Sicherheit – betrachtet wird nur die serienmäßige Sicherheitsausstattung – schneidet der Nissan-Konkurrent VW Tiguan nicht unbedingt besser ab. Einen wichtigen Unterschied gibt es, gerade wenn das SUV als Familienauto genutzt werden soll. Zur Basis-Ausstattung Trend & Fun des kompakten VW SUV gehört auch ein Kopfairbagsystem für die Passagiere auf der Rücksitzbank, und hier sitzen meistens die Kinder. Dafür hat der Qashqai ein in Familienautos nicht weniger wichtiges Ausstattungsmerkmal an Bord: die Kindersicherung an den hinteren Türen.

SUV-Vergleich: Pannenstatistik Nissan Qashqai vs. VW Tiguan

5 Sterne im NCAP Crashtest haben beide SUVs, in der ADAC Pannenstatistik 2010 aber erweist sich der Nissan Qashqai als der zuverlässigere Weggefährte. Seit Markteinführung Anfang 2007 wird das Nissan SUV in der Pannenstatistik mit „++“ bewertet was für „erheblich weniger Pannen als der Durchschnitt“ steht. 2010 liegt der Qashqai auf Platz 6, der VW Tiguan nur knapp dahinter auf Platz 7. Verkaufsstart für den Tiguan war ein knappes Jahr nach dem Qashqai, die Pannenstatistik beginnt 2008 mit einem „+“, was für „weniger Pannen als der Durchschnitt“ steht. Danach gibt’s auch für den Tiguan volle Punktzahl. Und die gibt’s bei den MeinAuto.de Family Stars auch für den Nissan Qashqai im Bereich Sicherheit. Fortsetzung folgt in der nächsten Woche. Dann geht’s um den Komfort im Qashqai.

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3 Kommentare »

  • Chiptuning sagte:

    Ein schickes Auto, äh, neudeutsch SUV natürlich ;) Keine Ahnung woher die ganzen Stadtabenteurer auf einmal kommen :D

  • Nissan Qashqai: Günstige Alternative zum Tiguan | SUV Magazin sagte:

    […] um den Nissan Qashqai gibt es auch noch einen interessanten Familienauto-Test. Share and […]

  • Berlins catering profi sagte:

    Von den den beiden Autos würde ich klar den Tiguan favorisieren. Das ist ein Auto MAde in Germany mit preiswerteren Ersatzteilen und höheren Wiederverkaufswert als der Qashqai.

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